DeuAq.com >> Leben >  >> Gesundheit

Ihre Wahlangst ist berechtigt: So bereiten Sie sich gezielt auf die Folgen vor

Viele Menschen blicken den bevorstehenden Wahlen mit großer Sorge entgegen.

Angst wird oft mit Katastrophenszenarien assoziiert: Man erwartet ständig das Schlimmste, obwohl das Worst-Case-Szenario selten so wahrscheinlich oder dramatisch ist, wie befürchtet. Bei Angst geht es häufig um Kontrollverlust: Die Erkenntnis, dass man nicht alles beeinflussen kann, löst Unruhe aus – und wird meist mit dem Rat "Lernen Sie, mit Unsicherheit umzugehen" abgetan.

Bei Wahlen ist es jedoch entscheidend anzuerkennen, dass die Ergebnisse das Leben vieler Menschen direkt tangieren. Der Zugang zu Gesundheitsversorgung, der Schutz vor Gewalt und Rassismus, die Bedrohung durch Küstenerosion und Ernährungsunsicherheit infolge mangelnden Klimaschutzes – all das kann durch gewählte Führungskräfte auf lokaler und föderaler Ebene dramatisch beeinflusst werden.

Die Auswirkungen von Wahlen auf das reale Leben sind unbestreitbar. Es handelt sich nicht um reine Einbildung, die man durch Ablenkung oder Akzeptanz von Unsicherheit lösen könnte.

Alles in allem: Ihre Wahlangst ist absolut berechtigt.

Wenn echtes Schadenspotenzial droht, was können Sie tun?

1. Pflegen Sie präventiv Ihre psychische Gesundheit.

Ihre mentale Stabilität hat oberste Priorität. Panik oder anhaltende Angst erschweren die notwendigen Schritte, um auf Veränderungen zu reagieren.

"Es gibt Maßnahmen, um emotionalen Schmerz und Trauma vorab abzumildern", rät Therapeutin Alyssa "Lia" Mancao, LCSW. "Seien Sie proaktiv in der Selbstfürsorge."

Mancao betont Schlaf und Ernährung als Eckpfeiler. Achten Sie auf regelmäßige Mahlzeiten, Erholung und Ihre körperlichen sowie emotionalen Bedürfnisse.

"Checken Sie bei sich ein", empfiehlt sie. "Brauchen Sie eine Pause? Zeit zum Weinen? Oder Unterstützung durch ein Netzwerk Gleichgesinnter, um Isolation zu vermeiden?"

2. Entwickeln Sie einen Aktionsplan.

Erstellen Sie einen Plan zum Schutz Ihrer Sicherheit und Gemeinde, wie Mancao vorschlägt.

Dies könnte Recherchen zu Organisationen umfassen, die Rechtsberatung, materielle Hilfen oder Unterstützung bieten. Folgen Sie ihnen in sozialen Medien oder abonnieren Sie Newsletter für aktuelle Infos.

Auch Engagement in lokalen Gruppen zu Klimawandel, Einwanderung, Diversität, Gesundheit oder anderen Schwerpunkten ist sinnvoll. Suchen Sie passende Initiativen und werden Sie aktiv. (Beispiel: Erstellen Sie mit der Familie einen Öko-Aktionsplan.)

"Verbindungen zu Selbsthilfegruppen, religiösen Gemeinschaften oder Advocacy-Organisationen stärken die Psyche in unsicheren Zeiten", ergänzt Mancao.

3. Erlauben Sie sich Pausen, während Sie abwarten.

"Die Wahl wird nicht am Dienstag entschieden, daher plane ich, früh schlafen zu gehen", sagt Xochitl Oseguera, Vizepräsidentin von MamásConPoder, gegenüber mbg. "Führen Sie Ihr Leben normal weiter."

Vorausschauende Planung hat Grenzen – irgendwann gilt es zu warten. Bis dahin: Regelmäßige Auszeiten, Spaziergänge und Momente der Ruhe erlauben. Nehmen Sie Infos auf, wenn verfügbar, und handeln Sie dann.

Sogar bei realen Risiken plädiert Kognitive Neurowissenschaftlerin Caroline Leaf, Ph.D., gegenüber mbg für temporäre Ablenkungen, um Emotionen zu regulieren und Sorgen zu bändigen.

"Ängstliche Gedanken sind kein Grund zur Scham", erklärt Leaf. "Sie bereiten auf Risiken vor und halten realistisch. Balancieren Sie sie mit Positivem, damit sie nicht dominieren."

(Hier finden Sie weitere Tipps von Leaf gegen Sorgen.)

4. Behalten Sie den Überblick.

Wahlen prägen unser Leben und Anliegen stark. Dennoch sind sie nicht alles: Gemeinschaftsinitiativen, gegenseitige Hilfe, lokale Organisationen ermöglichen Selbstschutz, Unterstützung und Druck auf Führungskräfte für positive Veränderungen in Land und Welt.