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Kater ausschwitzen: Mythos oder effektive Methode? Experten klären auf

Zwischen Feiertagspartys, Hausgästen und Büro-Happy-Hours kann es leicht passieren, dass man abends ein Glas zu viel trinkt. Am nächsten Morgen droht der gefürchtete Kater.

Jeder kennt eigene Hausmittel dagegen: starker schwarzer Kaffee mit kalter Dusche, Ibuprofen plus Ei-Käse-Sandwich oder einfach ein paar Stunden mehr Schlaf.

Aber kann man einen Kater wirklich durch Schwitzen – sei es beim Joggen oder in der Sauna – schneller loswerden?

Viele schwören darauf, doch wie effektiv ist das wirklich?

Renommierte Forscher haben das untersucht. Eine Studie im British Journal of Sports Medicine analysierte den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Alkoholkonsum hinsichtlich Gesundheit und Sterblichkeitsrisiken. Ergebnis: Regelmäßiges Training auf empfohlenem Niveau – mindestens 150 Minuten mittelintensiver Aktivität pro Woche – gleicht einige negative Effekte des Alkohols aus. Das heilt zwar keinen akuten Kater, mindert aber langfristig die Schäden.

Die Antwort und Analyse

Ein Kater durch Training zu bekämpfen, ist riskant. Alkohol wirkt als Diuretikum und entzieht dem Körper Flüssigkeit – sogar dem Gehirn. Das führt zu Dehydration, Trägheit, Übelkeit und starken Kopfschmerzen.

„Einen Kater auszuschwitzen ist keine gute Idee“, betont Louise Chen, registrierte Ernährungsberaterin. „Bei starker Verkatertheit herrscht Dehydration, und Schwitzen verschlimmert das. Die Leber hat den Alkohol bereits weitgehend abgebaut – zu spät zum Ausschwitzen.“

Trotzdem kann moderates Training helfen: Bewegung steigert Endorphine und Energie. Bleiben Sie hydriert, wählen Sie leichte Einheiten und sparen Sie sich den 10-km-Lauf für einen anderen Tag.

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Was heilt wirklich einen Kater?

Leider gibt es keine Wundermittel. Eine BMJ-Studie (verfügbar über die National Institutes of Health) schlussfolgert: „Es fehlen überzeugende Beweise für die Wirksamkeit konventioneller oder ergänzender Maßnahmen gegen Alkoholkater.“ Dazu zählen Eigelb, rezeptfreie Präparate, Hundehaare oder Sport. Der beste Rat: Abstinenz oder Mäßigkeit.

Sicher, das klingt im Feiertrubel einfach – doch wenn Onkel um Politik diskutiert und der nächste Eierlikör winkt, passieren Rutscher. Moderieren Sie, trinken Sie viel Wasser dazu. Ihr nächster Morgen wird es danken.