Haben Sie in diesem Jahr vermehrt Kopfschmerzen erlebt? Ihr Darm könnte die Ursache sein.
Darmgesundheit, Stress und Kopfschmerzen wirken auf den ersten Blick unabhängig voneinander, sind jedoch eng verknüpft. Der Darm gilt als „zweites Gehirn“, da er Stimmung, Verdauung und Immunsystem maßgeblich beeinflusst.
Inmitten einer Pandemie können ungesunde Gewohnheiten und Stress den Darm stark belasten. Über die Darm-Hirn-Achse wirkt sich alles im Darm direkt auf das Gehirn aus – inklusive der Auslösung von Kopfschmerzen.
Wie die Darmgesundheit Kopfschmerzen beeinflusst
„Darmdysbiose, also ein Ungleichgewicht der Darmbakterien, trägt nicht nur zu Kopfschmerzen bei, sondern besonders zu Migräne bei“, erklärt die integrative Neurologin Romie Mushtaq, M.D., in einem Interview mit mbg.
Stressphasen wie eine Pandemie fördern emotionales Essen, unruhigen Schlaf und psychische Belastungen. „Dies führt zu ungesunder Ernährung, Darmentzündungen und Kopfschmerzen“, betont Ilene S. Ruhoy, M.D., Ph.D., boardzertifizierte Neurologin und mbg-Expertin.
So gehen Sie gegen diese Symptome vor
Zunächst sollten Sie einen Neurologen konsultieren, um Spannungskopfschmerzen von schwereren Migräneattacken zu unterscheiden.
Sobald ernsthafte Ursachen ausgeschlossen sind, können darmbezogene Maßnahmen helfen. Hier sind expertenbasierte Tipps:
1. Setzen Sie auf nährstoffreiche Ernährung
Eine vielfältige Ernährung mit Ballaststoffen, Probiotika und Präbiotika stärkt das Darmmikrobiom. Bei anhaltender Migräne rät Ruhoy zu einer Eliminationsdiät, um Trigger-Lebensmittel zu identifizieren. „Lassen Sie sich dabei von einem Arzt begleiten“, empfiehlt sie.
2. Ergänzen Sie mit Probiotika
Probiotika führen gesunde Bakterien ein und balancieren Dysbiose aus.* Der integrative Mediziner Robert Rountree, M.D., vergleicht sie mit „guten Bullen, die die schlechten im Zaum halten“. Beobachten Sie, ob Sie sich weniger aufgebläht fühlen und Kopfschmerzen abnehmen.*
3. Lassen Sie Nahrungsmittelunverträglichkeiten testen
Um Dysbiose zu bekämpfen, schlägt Mushtaq Tests auf Unverträglichkeiten, Helicobacter pylori, Reizdarmsyndrom und Entzündungen vor. Ein Gastroenterologe kann hier wertvolle Unterstützung bieten.
Fazit
In Zeiten von COVID-19 und Quarantäne ist es leicht, entzündungsfördernde Gewohnheiten zu entwickeln – mit Kopfschmerzen als Folge.
Mit ärztlicher Hilfe können Sie die Darmgesundheit stärken und Stress reduzieren, um Linderung zu erzielen.