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Unruhiger Schlaf durch Einsamkeit? Wissenschaftsjournalistin Marta Zaraska erklärt die evolutionären Gründe

Die Einsamkeit ist zu einer wahren Epidemie in unserer Gesellschaft geworden – verschärft durch die Pandemie. Zahlreiche Studien verbinden sie mit schweren Gesundheitsrisiken wie Herzkrankheiten, metabolischem Syndrom, Diabetes, Demenz und Depressionen. Deshalb ist es essenziell, soziale Bindungen zu stärken, auch unter Einhaltung sozialer Distanz. Ein weiterer Grund: Besserer Schlaf.

Die renommierte Wissenschaftsjournalistin Marta Zaraska, Autorin von Growing Young: How Friendship, Optimism, and Kindness Can Help You Live to 100, betont: Wer sich einsam fühlt, schläft weniger erholsam. Dies wird durch Forschung gestützt – einsame Menschen berichten von schlechterer Schlafqualität.

„Der Grund ist faszinierend“, erklärt Zaraska im mindbodygreen-Podcast. Unser Körper ist evolutionär darauf programmiert, bei Isolation wachsam zu bleiben. Hier die Erklärung:

Warum Einsamkeit den Schlaf stört

Evolutionär gesehen signalisierte Einsamkeit Gefahr: „Du warst aus dem Stamm verbannt, allein in der Wildnis mit Raubtieren“, beschreibt Zaraska. Tiefschlaf wäre riskant – stattdessen blieb man hellwach. Heute löst Isolation dieselbe Stressreaktion aus. Studien zeigen, dass chronische Isolation neuroendokrine Prozesse stört und Stresshormone erhöht. „Wir fühlen uns immer noch außerhalb des Stammes und lauern auf die ‚Löwen‘“, fasst Zaraska zusammen.

Der Ausblick

Einsamkeit birgt viele Gesundheitsrisiken – schlechter Schlaf gehört dazu. Soziale Verbundenheit ist Schlüssel zum Wohlbefinden. Auch virtuell lassen sich Beziehungen pflegen: Video-Calls oder kleine Gesten helfen. Wenn Sie nachts nicht zur Ruhe kommen, nutzen Sie das als Signal, Ihre wertvollen Kontakte zu intensivieren.