Sie kennen CBD wahrscheinlich schon aus Ölen, Kapseln oder Getränken. Dieses Phytocannabinoid hat durch seine gesundheitsfördernden Eigenschaften und seine Interaktion mit dem Endocannabinoid-System viel Aufmerksamkeit erregt. Doch es gibt noch mehr spannende Verbindungen: Cannabinol (CBN) bietet ebenfalls vielversprechende Vorteile.
Lesen Sie weiter, um alles über CBN zu erfahren – von seiner Wirkung auf den Körper bis hin zu praktischen Anwendungen.
Was ist CBN?
Dave Gordon, M.D. und Inhaber von 4 Pillars Health & Wellness, erklärt: CBN ist eine pflanzliche Verbindung wie CBD und über 100 weitere Cannabinoide in Vollspektrum-Hanfextrakten. Besonders ist jedoch seine Entstehung.
CBN entsteht nach der Ernte der Cannabis sativa-Pflanze als Abbauprodukt von THC. Bei Hitze und Licht (Oxidation) wandelt sich THC in CBN um – ohne psychoaktive Wirkung wie bei THC.
June Chin, D.O., integrative Ärztin mit Fokus auf Cannabis und Gesundheit, ergänzt: CBN kommt vor allem in alter, getrockneter Cannabisblüte vor. Es war 1896 das erste isolierte Phytocannabinoid aus indischem Hanf, Jahrzehnte vor CBD. Obwohl weniger erforscht, versprechen Studien weitere Erkenntnisse.
„Cannabinoide sind wie Geschwister im selben Haus. CBD dominiert die Medien, doch CBN und andere warten auf ihren Moment“, sagt Swathi Varanasi, PharmD, integrative Gesundheitsapothekerin und Cannabispädagogin.
Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen CBN und CBD
Ähnlichkeiten:
Beide sind nicht-psychoaktive Cannabinoide aus Cannabis. Varanasi betont: „Sie verursachen kein High.“ Durch Interaktion mit Cannabinoid-Rezeptoren im Endocannabinoid-System fördern sie Entspannung und eine ausgeglichene Entzündungsreaktion*, erklärt Gordon.
Unterschiede:
Trotz Überschneidungen sind sie chemisch verschieden. Smita Patel, D.O., FAAMS, Neurologin und Schlafspezialistin am iNeuro Institute, sagt: „CBD ist das zweithäufigste Cannabinoid und gezielt züchtbar. CBN entsteht aus THC-Abbau – Hitze beschleunigt das.“
CBD ist umfassender erforscht: Es kann Stress mindern, Resilienz stärken und die Stimmung heben*. CBN hinkt hier noch hinterher.
Wie wirkt CBN auf den Körper?
Cannabinoide beeinflussen das Endocannabinoid-System (ECS) mit körpereigenen Endocannabinoiden und Rezeptoren wie CB1 und CB2.
Die Bindung variiert: CBD entspannt über CB1*. Gordon: „CBN interagiert sanft mit CB1 und etwas stärker mit CB2 – bei niedriger Potenz. Weitere ECS-Wechselwirkungen sind noch wenig erforscht.“
Potenzielle Vorteile von CBN
Die Forschung ist vorläufig und teils widersprüchlich, doch vielversprechend.
1. Förderung des Schlafs
CBNs Hauptvorteil: Schlaf. Eine randomisierte Studie von 2021 zeigte positive Effekte auf Schlafqualität. Varanasi: „THC hilft beim Schlafen – kein Wunder, dass CBN als THC-Abbauprodukt ähnlich wirkt, sogar in niedrigen Dosen.“
2. Antioxidative Eigenschaften
Vorlaufstudien deuten auf antioxidative Wirkung hin, die freie Radikale neutralisiert. Gordon: „CBN wird gut vertragen. Zukünftige Forschung klärt seine Vorteile.“
CBN gegen Stress?
Bei Stress ist CBD überlegen, sagt Gordon: „Daten favorisieren CBD für Entspannung.“ CBN könnte via CB1 mild helfen.
Dani Gordon, M.D., Autorin von The CBD Bible, rät: „CBN wirkt in Vollspektrum-Produkten synergistisch besser für Ruhe*.“ Diese enthalten alle Pflanzenstoffe für optimale Effekte*.
Sprechen Sie vorab mit Ihrem Arzt. Unsere Empfehlungen finden Sie hier.
Zusammenfassung
CBD ist prominent, doch die volle Cannabinoid-Palette wirkt synergistisch. CBN in Vollspektrum-Produkten unterstützt besonders Schlaf. Nützlich für alle!