Pop-Quiz: Wie fühlen Sie sich gerade? Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass „gestresst“ Ihr aktueller Gemütszustand ist.
Stress hat einen schlechten Ruf, doch Experten wie die klinische Psychologin und Autorin Dr. Erin Olivo, Ph.D., MDPH, betonen: Er ist weder gut noch schlecht. „Stress ist eine körperliche Reaktion auf jede Herausforderung oder Bedrohung“, erklärt Olivo. „Das ist völlig normal – und oft sogar hilfreich.“
In unserer 24/7-Always-On-Kultur wird aus akutem Stress jedoch chronischer Stress, den viele nicht abschütteln können. Das kann Ihrer Gesundheit schaden, warnt Olivo. Länger anhaltende Kampf-oder-Flucht-Reaktionen führen zu entzündlichen Prozessen und Verschleiß im Körper. Zu den Risiken zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Muskelverspannungen und Schmerzen. Tatsächlich sind ein Drittel aller internistischen Arztbesuche auf stressbedingte Probleme zurückzuführen.
Chronischer Stress kann eine Kaskade gesundheitlicher Folgen auslösen – vor allem, wenn Warnsignale ignoriert werden. Hier lernen Sie, subtile Symptome zu erkennen, und erhalten bewährte Selbstfürsorge-Strategien von einer Expertin.
Ihr Körper unter Stress
Ihr gestresster Körper: Stress leitet Blut von Darm zu Extremitäten um, hebt Blutdruck und Cortisolspiegel an, erklärt Olivo. Bei Höhlenmenschen half das zum Überleben. Heute äußert sich chronischer Stress oft als Magen-Darm-Beschwerden oder Schmerzen.
Bei Dauerstress ermüden die Nebennieren, Cortisol sinkt ein: niedriger Blutdruck, Libidoverlust, Schwindel, Erschöpfung. Adaptogene Kräuter und B-Vitamine, wie in Thorne's Stress B-Complex, regulieren Cortisol. Dieses Präparat enthält extra Vitamin B5 für die Nebennieren und aktive B-Vitamine für optimale Aufnahme.
Ihre gestresste Stimmung: „Stress macht ängstlicher und negativer“, sagt Olivo. Langfristig drohen Angststörungen oder Depressionen. Frühe Stressbewältigung schützt die psychische Gesundheit. Bei zwei Wochen anhaltender Niedergeschlagenheit: Arzt konsultieren.
Ihr gestresstes Verhalten: Stress fördert ungesunde Gewohnheiten wie Heißhunger auf Junkfood, Mahlzeitenüberspringen oder Alkohol-/Nikotin-/Drogenkonsum. „Das schafft neue Probleme“, warnt Olivo.
Stress wirksam managen
Erster Schritt: Stress erkennen. „Nennen Sie es beim Namen und handeln Sie“, rät Olivo. Der Thorne-Belastungstest zu Hause gibt Einblicke in Ihre Nebennieren und Stressreaktion – inklusive personalisiertem Plan mit Ernährungs- und Lebensstil-Tipps.
Als physiologische Reaktion hilft tägliche Entspannung: Meditation, Yoga oder stündlich 10 tiefe Atemzüge mit Muskelentspannung.
Bei Panik (Wärme, Herzrasen): Kaltes, Nasses auf Stirn oder kaltes Wasser ins Gesicht. Atem anhalten, dann normal atmen – das aktiviert den Tauchreflex: Herzfrequenz sinkt, Angst vergeht sofort.
Olivo empfiehlt Zeitmanagement (weniger einplanen, öfter „Nein“ sagen), gesunde Ernährung und Sport. „Ein fitter Körper reagiert stressresistenter.“