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Zwei Fitness-Mythen enttarnt: Warum HIIT nicht täglich und endlose Planks nicht besser sind

In einer Welt voller Fitness-Informationen ist es schwierig, Fakten von Fiktion zu trennen. Manche Mythen haben einen wissenschaftlichen Kern, werden aber falsch umgesetzt. Als erfahrener Fitness-Experte zeige ich Ihnen zwei gängige Beispiele und erkläre, warum mehr nicht immer besser ist.

Fitness-Mythos Nr. 1: Immer volle Intensität

Hochintensives Intervalltraining (HIIT) ist ein bewährter Ansatz, der in den letzten Jahren populär wurde. Viele trainieren nun intensiver, um "intelligenter" zu arbeiten. Doch HIIT für die meisten oder alle Einheiten pro Woche ist zu viel des Guten.

Training ist Stress für den Körper. Die Art des Stresses und die Erholungszeit entscheiden über den Erfolg, betont Pete McCall, internationaler Fitnesstrainer und Wissenschaftler am Institute of Motion. "HIIT ist die höchste Belastungsform", sagt er. "Zu viel davon verhindert, dass der Körper sich erholt und anpasst."

HIIT belastet Faszien, Bindegewebe mechanisch und Muskeln metabolisch stark. Ohne mindestens 48 Stunden Erholung fehlen die Hormone für Reparatur – langfristig droht Übertraining und Verletzungen. "Mehr als vier HIIT-Tage pro Woche führen zu Gewebeermüdung und Einschränkungen", warnt McCall.

HIIT spart Zeit und liefert Cardio-Vorteile in kürzerer Dauer. Nutzen Sie es aber in einem abwechslungsreichen Plan: Nach HIIT folgt niedrigintensives Steady-State-Training, Yoga oder Bodyweight-Kraft mit TRX. "Zwei bis drei HIIT-Tage pro Woche sind ideal bei ausreichend Schlaf", rät McCall.

Fitness-Mythos Nr. 2: Je länger planken, desto besser

Soziale Medien pushen Plank-Challenges – viele glauben, längeres Halten sei besser für die Fitness. Überdenken Sie den Zweck: Training soll Beweglichkeit im Alltag verbessern.

Die Plank fördert Ganzkörperstabilität, erklärt Jonathan Ross, preisgekrönter Trainer und Autor von "Abs Revealed". Längere Haltezeiten bringen aber nicht mehr. Isometrische Übungen verbrennen wenige Kalorien, erzeugen aber viel Unbehagen. "Ohne Bewegung weniger Arbeit, weniger Blutfluss – Abfallprodukte sammeln sich an, Kalorienverbrauch bleibt minimal", sagt Ross.

Perfektionieren Sie stattdessen Form und Ausrichtung. Bei 20-30 Sekunden problemlos: Fügen Sie Variationen mit Bewegung hinzu. "Sich nicht bewegen, ist wie ewig in der Grundschule zu bleiben", meint Ross. So maximieren Sie Effektivität.