Beim Abnehmen steht die Ernährung oft im Mittelpunkt. Das ist nachvollziehbar: Was wir essen, bestimmt maßgeblich, ob wir Pfunde loswerden. Diäten wie Keto, Whole30 oder Veganismus erfreuen sich großer Beliebtheit wegen ihrer abnehmfördernden Wirkung und weiterer gesundheitlicher Vorteile.
Viele kennen das Sprichwort: 'Du kannst keine schlechte Ernährung mit Sport ausgleichen.' Deshalb haben wir den Fokus von Bewegung auf die Kalorienbilanz verlagert. Doch ist das der optimale Weg, um Gewicht zu verlieren und zu halten? Aktuelle Forschung deutet auf ein klares 'Nein' hin.
Eine Studie des Anschutz Health and Wellness Center an der University of Colorado zeigt: Für den langfristigen Gewichtserhalt ist Bewegung effektiver als strenge Diäten. Erfolgreiche Teilnehmer – definiert als Personen, die über ein Jahr lang mindestens 13,6 kg (30 Pfund) weniger wiegen – bleiben durch hohe körperliche Aktivität im Energiegleichgewicht, statt die Kalorienzufuhr chronisch zu reduzieren.
Sie nehmen ähnlich viele Kalorien zu sich wie übergewichtige Personen, vermeiden aber eine Zunahme durch intensive Bewegung. 'Diese Studie beleuchtet, warum so viele mit der Gewichtserhaltung kämpfen', erklärt Postdoktorandin Danielle Ostendorf vom CU Anschutz Center. 'Sie zeigt, dass hohe Aktivität statt kalorischer Restriktion der Schlüssel ist – ein wichtiger Fortschritt im Verständnis von Bewegung und Gewichtskontrolle.'
Das ist kein Freifahrtschein für ungezogenes Essen, sondern ein starker Hinweis: Mehr bewegen statt nur zählen. Bewegung bietet zudem immense Vorteile für Körper und Geist – Grund genug, aktiv zu bleiben.
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