DeuAq.com >> Leben >  >> Gesundheit

University-of-Arizona-Studie: Intermittierendes Fasten verbessert Opioidtherapie und mindert Suchtrisiko

Intermittierendes Fasten (IF) wird zunehmend für seine vielfältigen Vorteile geschätzt – von der Reduzierung von Entzündungen bis hin zur Förderung der Langlebigkeit. Eine bahnbrechende Studie der University of Arizona deutet nun darauf hin, dass IF auch in der Suchtbehandlung einen entscheidenden Beitrag leisten könnte.

Alles begann mit der Neugier des Promotionsstudenten David Duron, der die Auswirkungen von IF auf Opioidtherapie und -sucht erforschen wollte. Das Forschungsteam testete dies an Mäusen, ohne genaue Erwartungen.

Die Ergebnisse sind vielversprechend: Intermittierendes Fasten könnte die Opioidbehandlung signifikant optimieren, indem es die Wirksamkeit steigert und Nebenwirkungen wie Sucht minimiert.

Testen von IF während der Opioidtherapie

Der leitende Autor der Studie, John Streicher, Ph.D., betonte in einem Interview mit mbg: „Dies ist die erste Untersuchung zu den Effekten von intermittierendem Fasten auf Opioide.“

Die Mäuse fasteten täglich sechs Stunden und erhielten eine Woche lang Opioide. Ergebnis: In der Fastengruppe war die Schmerzlinderung deutlich effektiver und anhaltender – auch in einem postoperativen Modell.

Trotz gesteigerter Wirksamkeit blieben Nebenwirkungen stabil. Streicher erklärt: „Opioide aktivieren den Belohnungskreislauf, der Sucht begünstigt. Kontrollmäuse zeigten die typische Belohnungswirkung auf Morphin, IF-Mäuse jedoch nicht – keine Euphorie oder Assoziation damit.“

Optimierte Therapie mit weniger Nebenwirkungen

Diese Frühstadien-Forschung legt nahe, dass Patienten unter Opioidtherapie von IF profitieren könnten: bessere Wirksamkeit bei geringerem Suchtrisiko – vorausgesetzt, die Ergebnisse übertragen sich auf Menschen.

Weitere Vorteile: Toleranzanstieg betrug bei Kontrollmäusen bis zu 100 %, bei IF-Mäusen nur rund 40 % – also geringere Dosissteigerungen.

Auch Verstopfung, ein häufiges Problem, war bei IF-Mäusen reduziert, passend zu bekannten IF-Vorteilen für die Darmgesundheit.

„Zusammengefasst reduzieren diese Effekte Nebenwirkungen und steigern die Therapieeffizienz – genau das, was wir brauchen“, so Streicher.

Ausblick: Nächste Schritte

Das Team plant weitere Tierversuche und klinische Studien, um Gehirnprozesse rund um Opioidrezeptoren zu klären.

Streicher: „Im Gegensatz zu neuen Medikamenten, die Jahre und Millionen kosten, kann eine Ernährungsänderung wie IF rasch getestet werden. Wir starten bereits eine klinische Studie zu IF bei Opioid-Patienten.“

Intermittierendes Fasten ist für viele zugänglich. Entdecken Sie unseren ultimativen IF-Leitfaden und 12 Tipps vor dem Start.

Möchten Sie Ihre Leidenschaft für Wohlbefinden beruflich leben? Werden Sie zertifizierter Gesundheitscoach! Mehr erfahren.