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5 zentrale Herausforderungen für die psychische Gesundheit nach COVID-19 – Expertenanalyse und Strategien

Obwohl einige Länder die Lockdowns lockern, ist die COVID-19-Pandemie noch lange nicht besiegt. Unklare Virusvarianten, wiederholte positive Tests bei Genesenen und experimentelle Maßnahmen der Regierungen bergen Unsicherheiten. Wir wissen einfach nicht alles.

Unabhängig vom Verlauf: Ein unbeschwertes 'normales Leben' kehrt nicht zurück. In der nächsten Phase entstehen neue Belastungen für die Psyche. Als Psychologie-Expertin mit eigener Forschungserfahrung nenne ich die fünf wichtigsten Herausforderungen und bewährte Ansätze:

1. PTBS durch Quarantäne

Vor der globalen Lockdown-Welle untersuchte die Lancet die psychologischen Folgen von Quarantäne und fand Symptome posttraumatischer Belastungsstörungen (PTBS), Verwirrung und Zorn.

Es geht über Homeoffice hinaus: Plötzlich müssen wir enge Beziehungen zu Mitbewohnern und uns selbst neu bewältigen – Themen, vor denen viele flohen. Nun explodieren sie:

  • Wir merken, dass wir unsere Mitmenschen nicht voll magen. Beziehungen halten aus falschen Gründen, oder sie haben sich verschlechtert, ohne Ausstieg.
  • Unser Lebensstil entpuppt sich als leer: Statussymbole werden zu Ballast bei sinnlosem Alltag.
  • Wir mögen uns selbst nicht recht. Trotz Zoom und Mitbewohnern fühlen wir uns einsam.
  • Zeit dehnt und eilt sich zugleich – wie Philosophieprofessor Adrian Bardon Vox erklärt: Innere Fokussierung verlangsamt sie, Leere beschleunigt sie.
  • Wir kritisieren uns für Energiemangel, ungetane Aufgaben oder abgebrochene Online-Kurse.
  • Neid auf 'Bessere' (Balkone, Homeoffices) quält uns, obwohl Neid fremd ist.

Was tun?

Statt Gefühle zu verdrängen: Akzeptieren Sie, dass Krisen intensivieren. Im buddhistischen Pali-Kanon beschreibt der Buddha das 'Zwei-Pfeile-Paradigma': Der erste Pfeil ist der Schmerz, der zweite unsere Selbstkritik. Anerkennen Sie Ihre Menschlichkeit und fragen Sie: "Was kann ich jetzt für mich tun?"

2. Unsichtbarer Burnout

Business-Coach Christine Miles, M.S., M.Ed., befragte Führungskräfte: 'Den Mitarbeitern geht's gut', hieß es. Doch Betroffene berichteten von Stress und Angst. 'Es geht ihnen nicht gut – wir müssen jetzt handeln', warnt sie gegenüber mbghealth.com.

Homeoffice ist ungewohnt: Kein Schreibtisch, Kinderunterricht im Chaos, Dauer-Wachsamkeit draußen. Energie schwindet bei Sorgen um Zukunft und Basics. Chefs fordern mehr – über Zeitzonen, endlose Zooms ohne Pausen.

Coach Vanessa Bennett ergänzt: 'Weniger Bewegung, Meeting-Überlast, fehlende Pausen verstärken Büro-Probleme.'

Was tun?

Bennett rät: Schaffen Sie Trennung, z.B. Spaziergang nach Feierabend. Organisationen sollen Erlaubnis geben, 'nicht okay' zu sein, und Strategien bieten, betont Miles.

3. Finanzieller Stress

In meiner Promotionsstudie mit 202 Führungskräften nach Jobverlust zeigten Ängstliche schlechteste Ergebnisse – Offenheit für Neues half am besten. Rezession droht nun pandemiebedingt schlimmer als 1929.

Krisen zwingen zur Neubewertung: Job als Identität? Überflüssige Ausgaben? Chronischer Stress schadet Gesundheit.

Was tun?

Bennett: 'Nehmen Sie an: In sechs Monaten haben Sie Arbeit. Was tun Sie dazwischen?' Grenzen Stress ein: Er soll nicht alles durchdringen. Mehr Familienzeit nutzen.

4. Häusliche Gewalt

Berichte zeigen Zunahme durch Lockdown-Nähe. Psychiater Munidasa Winslow, MD: 'Sichtbare Spitze des Eisbergs – emotionale Missbrauch, Gaslighting häufiger. Strukturelle Änderungen nötig.'

Opfer erkennen Missbrauch oft nicht: Keine Narben, Schuldgefühle, falsche Hoffnungen.

Was tun?

Netzwerke reaktivieren, Ausstiegsplan schmieden (siehe unsere Anleitung). Wichtig: Es gibt Glauben, Heilung, Zukunft.

5. Schuld des Überlebenden

Ressentiments gegen 'Privilegierte' (Gärten, Yachten) entstehen. In meiner Praxis sah ich Panikattacken nach 'knappen Entkommen' oder riskantes Verhalten bei AIDS-Überlebenden.

Was tun?

Mitgefühl okay, Ressourcen auch. Teilen Sie Glück: Helfen Sie anderen, kanalisieren Sie Dankbarkeit.

Der Weg vorwärts

Frühe Erkennung ermöglicht Handeln. Partnerschaft mit Realität: Taoist Deng Ming-Dao: 'Angst als Instinkt, nicht König.'