Weltweit öffnen Unternehmen wieder ihre Türen – schließlich können wir nicht ewig im Lockdown verharren. Doch das Coronavirus lauert weiterhin in unseren Communities, oft asymptomatisch. Es ist absolut verständlich, wenn die Rückkehr ins Büro Sie verunsichert.
Hier sind bewährte Schutzmaßnahmen, die Sie ergreifen können, und wie Sie um Anpassungen bitten, um sich optimal abzusichern. Als erfahrene Coaches und Experten für Work-Life-Balance empfehlen wir folgende Strategien.
Behalten Sie Ihre bewährten Hygienemaßnahmen bei
Die Routinen der letzten Monate – gründliches Händewaschen, Desinfektionsmittel und Maskentragen – fortsetzen. In engen Räumen mit schlechter Belüftung breiten sich Viren rascher aus.
Um Masken den ganzen Tag angenehmer zu machen, empfehle ich einen Tropfen ätherisches Nelkenöl: Es erleichtert das Atmen. In traditionellen Kulturen gelten Nelken zudem als natürlicher Schutz vor Infektionen.
Investieren Sie in eigene Desinfektionsmittel wie Tücher, Sprays und antibakterielle Lösungen. Wischen Sie täglich Tastaturen, Telefone und Monitore ab – geteilte Geräte bergen Risiken, selbst mit Gebäudereinigung. Stellen Sie Taschen nie auf den Boden, besonders nicht in Toiletten oder Küchen.
Vermeiden Sie unnötigen Kontakt
„Meiden Sie öffentliche Verkehrsmittel, vor allem in Stoßzeiten“, rät Leistungstrainerin Vanessa Bennett. Viele Firmen verschieben Arbeitszeiten – beantragen Sie das.
Sie vermissen Kollegen? Minimieren Sie Pausen und Smalltalk. Setzen Sie soziale Distanz durch. Nutzen Sie stattdessen interne Anrufe oder Video-Calls.
Nicht jeder hält sich daran – seien Sie vorbereitet. Setzen Sie Grenzen höflich: „Zurzeit fühle ich mich unwohl mit Nähe außerhalb meines Haushalts. Lassen Sie uns [Erwartung] absprechen. Was halten Sie davon?“ Der offene Abschluss lädt zum Dialog ein.
Stärken Sie Ihr Immunsystem
„Chronischer Stress schwächt das Immunsystem massiv“, warnt Bennett.
Jeder Stress schadet langfristig. Psychische Resilienz schützt ebenso wie physische. Manche reisen viel und bleiben gesund, andere erkranken häufiger.
Schützen Sie auch mental: Bei Stress entführt das Angstzentrum den Verstand. Erden Sie sich, indem Sie die Füße fest auf den Boden stellen. Atmen Sie dreimal tief in den Bauch ein – nicht flach. Der Fokus wandert automatisch zur Atmung.
Schlaf ist entscheidend. Vermeiden Sie Bildschirme eine Stunde vor dem Zubettgehen, auch mit Blaulichtfilter. Nutzen Sie das Bett nur zum Schlafen und Intimität. Führen Sie ein Abendritual: Journaling, Duschen oder Pflege. Legen Sie das Handy weg. Seien Sie geduldig – jede Verbesserung zählt.
Analysieren Sie Ihre Ängste
Viele Kollegen teilen Ihre Sorgen.
Ignorieren Sie sie nicht – das wirkt kurzfristig, dann kehren sie stärker zurück. Stellen Sie sich ihnen.
Schreiben Sie sie auf, mit Timer. Fragen Sie:
- Ist das lösbar?
- Ist das kontrollierbar?
- Wie realistisch ist das?
Das sortiert unnötige Ängste aus.
Identifizieren Sie Risikofaktoren: Vorerkrankungen, ängstliche Veranlagung oder vulnerable Haushaltsmitglieder. Teilen Sie das ggf. mit dem Arbeitgeber.
Verhandeln Sie flexibel
Erkundigen Sie sich bei HR oder Vorgesetzten nach COVID-Regeln und Optionen für mentale Gesundheit.
Führen Sie lösungsorientierte Gespräche. Schaffen Sie Win-Win-Lösungen für Sie, Chef und Team.
Für mehr Homeoffice: Heben Sie Ihre höhere Produktivität hervor – weniger Ablenkungen, weniger Angst. Definieren Sie Check-ins, Meetings und Reviews klar, besonders in mikromanagenden Kulturen.
Oder schlagen Sie KPI-Anpassungen vor statt starrer Stunden. Das ermöglicht kreativere Modelle wie die 4-Tage-Woche – mehr Erholung steigert Fokus und Innovation.
Planen Sie gründlich: Erleichtern Sie allen das Leben. Gemeinsam meistern wir diesen Übergang sicher und gesund.