Nach Angaben der Crohn's & Colitis Foundation of America sind rund 1,6 Millionen Amerikaner von entzündlichen Darmerkrankungen (IBD) betroffen. Viele Betroffene reduzieren ihre Ballaststoffaufnahme, um Symptome zu lindern. Eine aktuelle Studie im Journal of Human Nutrition and Dietetics zeigt jedoch: Ballaststoffarme Diäten können die Beschwerden langfristig verschlimmern.
Was die Studie zu Ballaststoffen bei IBD ergab
Diese multizentrische Querschnittsstudie untersuchte 92 Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn. Die Analyse ihrer täglichen Ballaststoffaufnahme offenbarte bei allen Teilnehmern einen Mangel. Zwar können manche Ballaststoffquellen Schübe auslösen, doch ihr vollständiger Verzicht schadet dem Darm auf Dauer. „97 Prozent der Amerikaner erreichen nicht die empfohlene Mindestmenge von 25 Gramm für Frauen und 37 Gramm für Männer“, erklärt Gastroenterologe Dr. Will Bulsiewicz.
Bei der Studie nahmen nur 38 % der Teilnehmer ausreichend Ballaststoffe zu sich, die Menge an resistenten Stärken lag noch niedriger. Die empfohlene Tagesdosis für resistente Stärken beträgt 20 Gramm – die Teilnehmer kamen im Schnitt jedoch nur auf 2,9 Gramm.
Warum Ballaststoffe für IBD-Patienten essenziell sind
Präbiotische Ballaststoffe und resistente Stärken sind unverzichtbar für Darm- und Verdauungsgesundheit (und fördern zudem Schlaf und Stressresistenz). Sie passieren den Darm weitgehend unverdaut, nähren gute Bakterien (Probiotika) und stärken das Mikrobiom. „Präbiotika sind das Frühstück, Mittagessen und Abendessen für Probiotika – sie regenerieren den Darm und verbessern die GI-Gesundheit“, betont registrierte Ernährungsberaterin Ella Davar, R.D., CDN.
Um resistente Stärken aufzunehmen, integrieren Sie präbiotikareiche Lebensmittel wie Kochbananen, grüne Bananen, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Reis oder Inulin. Alternativ eignen sich Ergänzungen mit Prä- und Probiotika.
Fazit: Ballaststoffe als Verbündeter für den Darm
Diese Studie unterstreicht: Ballaststoffe sind besonders für IBD-Betroffene essenziell – und für fast alle Menschen. Experten raten, den Bedarf an Präbiotika und resistenten Stärken zu decken, um den Darm optimal zu unterstützen.
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