Es ist nun fast acht Monate her, dass mein 'leeres Nest' wieder belebt wurde.
Mit der globalen COVID-19-Pandemie kehrten meine beiden Kinder vom College zurück, begleitet von erhöhtem Stress und Angst. Während wir als Familie die Herausforderungen des gemeinsamen Arbeitens und Lernens gemeistert haben, hat der Stress um die bevorstehenden US-Wahlen unser sensibles Gleichgewicht empfindlich gestört.
Die Emotionen in unserem Haushalt sind auf einem Höhepunkt – und ich bin sicher, viele Familien erleben Ähnliches. Jeder in meiner Familie, mich eingeschlossen, leidet unter einer 'Wahlstressstörung'.
Was ist eine Wahlstressstörung?
Der Begriff wurde 2016 vom Therapeuten Steven Stosny, Ph.D., geprägt. Er ist keine offizielle Diagnose, sondern beschreibt die wachsende Zahl von Patienten mit überwältigender Angst vor Wahlergebnissen.
Vier Jahre später haben sich diese Ängste über alle politischen Lager hinweg vervielfacht. Eine Umfrage der American Psychological Association zeigt: 68 % der US-Erwachsenen nennen die Präsidentschaftswahl 2020 als große Stressquelle (vs. 52 % vor 2016).
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Es ist normal, Wahlstress zu spüren, doch wir können verhindern, dass er unsere Psyche schädigt. Ayurveda, die 5.000 Jahre alte indische Heilkunst – die Tradition meiner Eltern und Vorfahren – bietet bewährte Strategien gegen Emotionen wie Traurigkeit, Angst und Sorge.
Als Ärztin mit über 20 Jahren Praxis und ayurvedischem Hintergrund teile ich meine fünf besten Tipps, um die Kernsymptome der Wahlstressstörung zu lindern:
1. Managen Sie Ihre Mediendiät
Wahlstress äußert sich oft in der Furcht, Neuigkeiten zu verpassen – was zu ständigem Scrollen in Sozialen Medien oder Checken von Benachrichtigungen führt. 24/7-Nachrichten strömen über unsere Geräte.
Überprüfen Sie bewusst Ihren täglichen Medienkonsum und dessen Einfluss auf Geist, Emotionen und Körper.
2. Bauen Sie Routinen auf
Routinen schaffen Stabilität und Sicherheit. Sie erleichtern emotionale Regulation. Eine Abendroutine mit 'Technik-Pause' – alle Geräte aus – begrenzt Medien und fördert Entspannung.
3. Bleiben Sie verbunden – mit Grenzen
Viele scheuen Treffen mit Andersdenkenden, verstärkt durch COVID-Distanzierung: Isolation trifft auf Einsamkeit. Grenzen Sie politische Debatten aus, um echte Nähe zu wahren, ohne Eskalation.
4. Priorisieren Sie Schlaf
Wahlängste stören den Schlaf, was emotionale Instabilität fördert. Schlafmangel erhöht das Risiko für Angststörungen. Eine klare Bettgeh-Routine und feste 'Licht-aus'-Zeit helfen, ausgeruht zu regulieren und authentisch zu interagieren.
5. Atmen Sie bewusst
Atem verbindet Körper und Geist. Ängstliche Menschen atmen flach oder halten den Atem an. Verlangsamen Sie durch längeres Ausatmen – ein universelles Tool gegen Angst, jederzeit einsetzbar.
Falls das überwältigend wirkt: Starten Sie mit einem Tipp, spüren Sie nach, passen Sie an. So etablieren Sie ayurvedische Praktiken, die Stress langfristig mindern – weit über die Wahl hinaus.