Man kann getrost sagen, dass 2020 viele Menschen ängstlich, ausgebrannt und unsicher gemacht hat. In Krisen – sei es finanzielle Not, gesundheitliche Probleme oder Wahlstress – fällt es schwer, innezuhalten und den mentalen Werkzeugkasten zu sortieren. Oft überkommt uns die lähmende Frage: Was tue ich jetzt?
Um Ihnen bei solchen Gedanken zu helfen, sprachen wir mit der klinischen Psychologin und New York Times-Bestsellerautorin Dr. Shefali Tsabary in dieser Folge des mindbodygreen-Podcasts. Sie teilt ihre besten Strategien zur Bewältigung von Krisen – egal, wie groß sie wirken:
1. Erkennen Sie, wo Sie eine Wahl haben.
„In jedem Moment, jeder Ära oder Krise haben wir eine Wahl“, betont Tsabary. „Egal, wie schlimm, transformierend oder schockierend die Erfahrung ist – wir entscheiden, wie wir damit umgehen.“
Diese Wahl? Den Weg des Mangels, Pessimismus und Chaos oder den der Fülle, Transformation, Belastbarkeit, Entschlossenheit und Mut. Es klingt einfach, doch Tsabary erklärt: Wir treffen diese Entscheidung täglich, oft unbewusst. Vor der Krise, in stabilen Zeiten, vergessen wir es. „Krisen wie Scheidung, Jobverlust, Finanzprobleme oder Krankheit wecken uns dafür auf.“ Welchen Weg wählen Sie?
2. Denken Sie daran, dass Unbehagen oft zu Resilienz führt.
Unbehagen ist essenziell, um diese Wahl zu treffen. „Wir greifen nach dem Licht, wenn der Schmerz groß genug ist“, sagt Tsabary. Menschen werden resilient, wenn sie verletzt sind – oft unbewusst. „Das ist der Schwung, den wir brauchen. Wer Schmerz empfinden kann, ist belastbar genug, um zu ändern.“
Nutzen Sie Unbehagen als Chance für kreative Lösungen. So überraschen Sie sich selbst mit neuer Entschlossenheit.
3. Lehnen Sie sich in Verbundenheit und Demut.
„Wenn wir unsere Unbeständigkeit erkennen, werden wir demütig und sehen, dass wir einander brauchen“, erklärt Tsabary.
Erinnern Sie sich an Vergänglichkeit: Erstens durch Meditation. „Meditation lehrt, dass Leben nur im Jetzt existiert – und damit Vergänglichkeit sowie Verbundenheit.“ Probieren Sie diese drei einfachen geführten Meditationen.
Zweitens: Verbinden Sie sich mit der Natur. „Wir sind Teil davon – nicht mehr und nicht weniger als Bakterien, Viren, Pilze, Rehe oder Würmer.“ So stellen Sie sich auf den Moment ein und erkennen unsere angeborene Widerstandsfähigkeit.
Das Wichtigste im Überblick.
Krisen sind furchteinflößend, doch Tsabary rät, über sie hinauszublicken und Emotionen zu vereinfachen. Sofortige Sorglosigkeit ist illusorisch – doch in Angstmomenten zoomen Sie mit diesen Tipps heraus.
Viel Spaß mit dieser Folge! Und vergessen Sie nicht, unseren Podcast auf iTunes, Google Podcasts oder Spotify zu abonnieren!