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6 häufige Ursachen für ungewöhnlichen Uringeruch – Erklärt von Urologen

Das Wasserlassen ist ein natürlicher Prozess wie Atmen – doch Veränderungen in Farbe, Konsistenz oder Geruch sind nicht ungewöhnlich. Viele Menschen bemerken das irgendwann.

Um die Ursachen für veränderten Uringeruch zu klären, haben wir Experten wie Urologen Lamia Gabal, M.D., Judson Brandeis, M.D., Darlene Gaynor-Krupnick, D.O., FACOS, und Eva Selhub, M.D., konsultiert. Hier die gängigsten Gründe – und wann Sie handeln sollten:

1. Bestimmte Lebensmittel verändern den Geruch

Es ist bekannt: Spargel sorgt für einen typischen Duft. Der Grund? Urin scheidet Abbauprodukte aus, die wir essen oder trinken. „Urin ist ein Ausscheidungsweg für aufgenommene Verbindungen und Nebenprodukte“, erklärt Urologin Lamia Gabal, M.D. Spargel enthält Asparagussäure, die bei manchen Menschen – nicht allen – diesen Geruch erzeugt, da ein Enzym fehlen kann.

Rosenkohl, Zwiebeln und Knoblauch bilden beim Verdauen geruchloses Methylmercaptan, das den Urin unangenehm riechen lässt, sagt Urologie-Experte Judson Brandeis, M.D. Auch Kreuzkümmel mit seinen Schwefelverbindungen kann einen fauligen Geruch verursachen.

2. Zu viel Kaffee

Kaffee bietet Polyphenole als Antioxidantien – dieselben Stoffe machen den Urin aber kaffeeduftend, wenn Sie viel trinken. „Polyphenole werden ausgeschieden und verleihen dem Urin den Geruch“, sagt Gabal. Kaffee wirkt harntreibend, was bei unzureichender Flüssigkeitsaufnahme zu leichter Dehydrierung führt und den Geruch intensiviert, ergänzt Brandeis.

3. Dehydration

Die häufigste Ursache für stark riechenden Urin: zu wenig Flüssigkeit. „Urin mischt Wasser und Abfallstoffe. Bei Wassermangel konzentriert sich der Abfall“, erklärt Brandeis. Regel: Je dunkler der Urin, desto stärker die Dehydrierung.

4. Mögliche Harnwegsinfektion (HWI)

Bakterielle Infektionen verursachen üblen Geruch, oft ohne Behandlung, wenn keine Symptome stören, sagt Urologin Darlene Gaynor-Krupnick, D.O., FACOS. Weitere Anzeichen nach Eva Selhub, M.D.: Brennen beim Urinieren, Unterbauchschmerzen, häufiger Harndrang, nächtliches Aufwachen, Rückenschmerzen oder Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit.

5. Unerkannter Diabetes

Süßlicher oder aromatischer Uringeruch kann auf Diabetes hindeuten, besonders unkontrolliert. Überschüssiger Blutzucker wird ausgeschieden, erklärt Gaynor-Krupnick. Typisch: Starker Harndrang, auch nachts, sagt Brandeis. Lassen Sie das abklären.

6. Multivitamine oder Medikamente

Nicht alle, aber einige Präparate in hohen Dosen oder bei Dehydrierung verändern Geruch und Farbe, warnt Gabal.

Wann zum Arzt gehen?

Harmlos bei Essen oder Kaffee – besorgniserregend, wenn anhaltend. „Süßer Urin deutet auf Diabetes hin: Urintest machen“, rät Brandeis. Übler Geruch ohne spargelreiche Ernährung? HWI prüfen. Achten Sie auf helle Urinfarbe durch ausreichend Trinken.

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