Auf einem Herbstspaziergang erfreuen Sie sich nicht nur an den bunten Blättern, sondern können auch nützliche Pflanzen und Samen sammeln. Als passionierter Naturbeobachter teile ich mit Ihnen, was es zu entdecken gibt und worauf es ankommt.
Die kühle Herbstluft prickelt in der Nase, während der Himmel oft noch strahlend blau leuchtet. Der Herbst bereitet uns sanft auf den Winter vor und versorgt Mensch und Tier mit Nüssen, Samen und Kräutern. Die leuchtenden Farben der Bäume heben die Stimmung, und milde Temperaturen laden zu Spaziergängen allein oder mit Familie und Freunden ein. Solche Ausflüge stärken Kreislauf und Immunsystem und fördern Entspannung. Mehr zur gesundheitlichen Wirkung erfahren Sie hier: Spazieren gehen: So gesund sind ein paar Schritte täglich
Blätter und Kastanien beim Herbstspaziergang sammeln
Viele erinnern sich aus Kindertagen: Beim Herbstspaziergang Blätter sammeln, basteln oder in Hefte kleben – so lernten wir einheimische Baumarten anhand ihrer Formen kennen. Frischen Sie dieses Wissen auf oder vermitteln Sie es der nächsten Generation. Mit Apps und einfachen Tipps bestimmen Sie Pflanzen sicher und labeln die Blätter für Ihr Herbarium.
Herbstzeit ist Kastanienzeit. Die Früchte des Kastanienbaums zieren Parks und Straßen. Essbar sind nur Maronen, die Sie von Ende September bis Ende November sammeln können. Vielseitige Rezepte dazu finden Sie hier: Maronen-Rezepte: Leckere Ideen für die Esskastanien
Rosskastanien sind für Menschen giftig, doch es lohnt sich, sie zu sammeln:
- Sie verbringen wertvolle Zeit an der frischen Luft.
- Kinder basteln daraus Figuren – ideal zur Förderung der Feinmotorik bei Jung und Alt.
- Oder spenden Sie sie an Wildschweine und Rehe: Viele Förster oder Wildgehege haben Sammelstellen dafür.
Wildkräuter und Nüsse auf dem Herbstspaziergang
Obstbäume und Nusssträucher laden ein: Äpfel bis Ende Oktober/Anfang November, Birnen bis Ende November, Walnüsse und Haselnüsse von Mitte September bis Ende Oktober. Beachten Sie diese Regeln:
- Keine Früchte von Privatgrundstücken ohne Erlaubnis – das kann als Diebstahl gelten. Achten Sie auf Schilder.
- Nutzen Sie die Mundraub-Karte für legale Ernteorte.
- Sammeln Sie nur Gefallenes, schütteln Sie nicht.
- In Naturschutzgebieten nur mit Erlaubnis.
Wildkräuter pflücken Sie frei auf Wiesen, in Wäldern oder Gärtenrändern – meiden Sie Naturschutzgebiete und Privatflächen. Regeln:
- Nie mehr als ein Drittel pro Stelle, damit die Pflanzen sich erholen.
- Nur sichere Bestimmungen. Tipps hier: Wildkräuter sammeln, bestimmen, essen: 11 Tipps
Im Herbst entdecken Sie Giersch (feine, gezackte Blätter, tolles Brotgewürz) oder Labkraut (beruhigend, hilft bei Krampfadern). Brennnesselsamen trocken lagern, um Schimmel zu vermeiden. Weitere Kräuter und Effekte: 8 Wildkräuter, die du jetzt im Herbst sammeln kannst
Kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung
Herbstwetter schwankt stark – bis zu fünf Grad Unterschied. Prüfen Sie nicht nur die App, sondern spüren Sie es draußen nach. Kleiden Sie sich schichtweise (Zwiebel-Look), weder frierend noch schwitzend. Nachhaltige Tipps: 7 Tipps für nachhaltige Outdoor-Bekleidung & faire Outdoor-Marken