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5 bewährte Tipps für Ihre Darmgesundheit: Expertenrat für ein starkes Mikrobiom

Die Darmgesundheit beeinflusst nicht nur die Verdauung, sondern auch das Immunsystem und das allgemeine Wohlbefinden. Als Gastroenterologin Prof. Dr. Brigitte Mayinger betont, spielt das Darmmikrobiom eine zentrale Rolle. Hier zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihrem Darm täglich etwas Gutes tun – basierend auf Empfehlungen der Deutschen Apotheker-Zeitung (DAZ).

Der Darm eines Erwachsenen misst zwischen fünfeinhalb und siebeneinhalb Metern, wobei der Dünndarm mit rund fünf Metern den Großteil ausmacht und der Dickdarm etwa eineinhalb Meter lang ist. Diese Abschnitte entziehen der Nahrung täglich Nährstoffe und Wasser, leiten sie ins Blut und formen Abfallprodukte zu festem Stuhl.

Laut DAZ beherbergt der Darm etwa 100 Billionen Keime – das Mikrobiom. Diese Bakterien stärken die Darmmuskulatur, entgiften und wehren Krankheitserreger ab. Bei Ungleichgewicht leidet das Immunsystem, was Erkrankungen im Darm und Körper begünstigt. Ein träger Darm führt zu Verstopfungen und Blähungen, die den Alltag belasten. Das Wissensmagazin Spektrum berichtet zudem von Studien, die einen Einfluss des Mikrobioms auf die Psyche zeigen: Fehlende Bakterien können die Stimmung trüben und Depressionen fördern. Deshalb lohnt es sich, die Darmgesundheit gezielt zu fördern. Mit diesen fünf Tipps gelingt es mühelos.

1. Ballaststoffe für ein gesundes Mikrobiom

Ernährung ist entscheidend für die Darmgesundheit. Die DAZ empfiehlt täglich 30 Gramm Ballaststoffe, um Darmbakterien und Immunzellen zu mehren und die Darmtätigkeit anzukurbeln. Viele Deutsche erreichen jedoch nur 20 Gramm. Bei Fast-Food-reicher Ernährung mit Burger, Pizza oder Schokoriegeln fehlen diese oft.

Integrieren Sie mehr ballaststoffreiche Lebensmittel in Ihren Alltag:

  • Obst und Gemüse
  • Hülsenfrüchte
  • Nüsse
  • Vollkorngetreide

Probieren Sie hausgemachte Pizza mit Vollkornmehl, Vollkornnudeln oder Gemüsebeilagen. Wichtig: Steigern Sie die Menge langsam, um Blähungen zu vermeiden.

2. Probiotika aus natürlichen Quellen

Probiotische Lebensmittel mit lebenden Milchsäurebakterien balancieren das Mikrobiom aus, wie die DAZ bestätigt. Ideal: Joghurt, Kefir, Kombucha oder fermentiertes Gemüse wie Sauerkraut und Kimchi. Wählen Sie rohe, unpasteurisierte Varianten, da Hitze die Bakterien abtötet.

Fermentieren Sie selbst – so machen Sie Gemüse haltbar. Mehr Tipps: Fermentieren: Essen haltbar machen wie zu Omas Zeiten.

3. Zucker, Weißmehl und Antibiotika reduzieren

Vermeiden Sie übermäßigen raffinierten Zucker und Weißmehl, da sie – wie Prof. Dr. Mayinger erklärt – nur bestimmte Bakterien fördern und die Vielfalt mindern. Nach Antibiotika braucht das Mikrobiom bis zu einem halben Jahr zur Erholung. Pflegen Sie es intensiv: Darmflora aufbauen: So wird dein Darm nach einer Antibiotika-Behandlung wieder fit.

4. Bewegung als Darm-Booster

30 bis 60 Minuten Bewegung täglich senken laut NDR das Darmkrebsrisiko, indem sie schädliche Bakterien zurückdrängen. Ausdauersport wie Joggen, Radfahren, Schwimmen oder Walken regt die Darmtätigkeit an und lindert Verstopfungen.

5. Entspannung für Darm und Psyche

Stress wirkt sich über die Darm-Hirn-Achse aus, wie Psychosomatik-Experte Prof. Winfried Häuser gegenüber der Apotheken-Umschau erläutert. Er unterbricht den Teufelskreis mit Entspannungstechniken, Atemübungen, Meditation oder Yoga – oder Darmhypnose, bei der Sie den Darm als ruhigen Fluss visualisieren.