Das Fastenbrechen ist der entscheidende Abschluss jeder Fastenkur. Als erfahrene Fastenbegleiter wissen wir: Richtig umgesetzt vermeiden Sie Blähungen und Bauchschmerzen nach dem Heilfasten.
Fastenbrechen: Den Körper behutsam an feste Nahrung gewöhnen
Die erste Mahlzeit nach dem Fasten ersehnen viele ungeduldig. Doch direkt zur normalen Ernährung zurückzukehren, ist riskant. Nach einer längeren Fastenphase braucht Ihr Körper Zeit, sich an feste Nahrung zu gewöhnen. Diese Übergangsphase nennt man Fastenbrechen.
Aus unserer Praxis empfehlen wir: Pro Fastenwoche ein bis zwei Tage Schonkost. Das gilt für alle Fastenarten ohne feste Nahrung. Bei drei Wochen Fasten dauert das Fastenbrechen also drei bis sechs Tage. So aktivieren Sie Ihre Verdauung schonend.
Während längerer Fastenperioden reduziert der Körper die Produktion von Verdauungsenzymen. Beim Wiedereinleiten der Nahrung startet sie neu. Diese Enzyme zerlegen Nahrung im Magen, damit Nährstoffe im Dünndarm aufgenommen werden können.
Unverdaute Reste bauen Darmbakterien ab und erzeugen Gase – die Hauptursache für Blähungen. Leicht verdauliche Schonkost ist daher essenziell.
Fastenbrechen: Leicht verdauliche Nahrungsmittel erkennen
Brechen Sie die Kur mit leicht verdaulichen Nahrungsmitteln – geprägt von:
- geringem Ballaststoffgehalt
- geringem Fettgehalt
- geringem Zuckergehalt
- geringem Säuregehalt
- hohem Anteil an leicht verdaulichen Kohlenhydraten
Getreide
Getreidearten liefern reichlich verdauliche Kohlenhydrate. Meiden Sie Vollkorn wegen der Ballaststoffe – wählen Sie Weißmehlprodukte.
Empfohlene Sorten:
- Weißer Reis
- Nudeln aus Weißmehl (ohne Ei)
- Weißbrote mit langer Teigführung (Vorteigbrote mit wenig Hefe sind verträglicher als Industrieprodukte)
Pellkartoffeln
Pellkartoffeln bieten viele leicht verdauliche Kohlenhydrate.
Wurzelgemüse
Wurzelgemüse hat mehr verdauliche Kohlenhydrate und weniger Ballaststoffe als Blattgemüse. Beispiele:
- Karotten
- Petersilienwurzel
- Knollensellerie
- Rote Bete
- Kohlrabi
- Steckrüben
- Pastinaken
Lebensmittel, die Sie beim Fastenbrechen meiden sollten
Zwiebeln, Meerrettich, Lauch, Knoblauch und Ingwer sind zwar Wurzeln, aber schwer verdaulich und blähend. Wählen Sie milde Sorten statt scharfer.
Hoher Säuregehalt haben Kaffee, Zitronen und Wein – komplett meiden. Stattdessen säurearme Früchte mit verdaulichen Kohlenhydraten:
- Bananen
- Aprikosen
- milde Apfelsorten (z. B. Jonagold)
- Pflaumen
- Melonen
- Pfirsiche
- Birnen
Milch- und Molkereiprodukte sind fett- und laktosereich. Selbst fettarm: Laktose braucht Laktase – sonst Blähungen, wie bei Laktoseintoleranz.
Fastenbrechen: Suppe statt Rohkost
Flüssiges wie Brühe ist ballaststoffarm und ideal. Suppen eignen sich perfekt zum Fastenbrechen.
Beginnen Sie mit gekochten Mahlzeiten: Kochen zersetzt Nährstoffe, entlastet den Magen. Rohkost kommt später.
Hier zwei bewährte Rezepte aus unserer Praxis.
Rezept: Gemüsesuppe zum Fastenbrechen
Für 2 Portionen benötigen Sie:
- 2 Karotten
- 2 Petersilienwurzeln
- 150 g festkochende Kartoffeln
- 750 ml Gemüsebrühe (selbst gemacht ideal)
- Salz nach Geschmack
Zubereitung:
- Gemüse schälen und würfeln.
- Brühe erhitzen, leicht salzen, Gemüse zugeben. 10 Minuten köcheln, bis bissfest.
- Abschmecken.
Rezept: Haferbrei mit Banane zum Fastenbrechen
Für 2 Portionen benötigen Sie:
- 100 g zarte Haferflocken
- 200 ml Wasser
- 1 TL Honig (z. B. veganer Honig oder Zuckeralternative)
- Salz nach Geschmack
- 2 Fairtrade-Bananen
Zubereitung:
- Haferflocken mit Wasser aufkochen, 3–4 Minuten zu Brei quellen lassen.
- Honig und Salz einrühren.
- Bananen schälen, würfeln, dazu reichen.
Verwenden Sie Bio-Zutaten: Sie fördern Nachhaltigkeit, sind pestizidarm und frei von Synthetika.
Experimentieren Sie frei, halten Sie sich an die Regeln: Einfach zubereiten, leicht verdaulich. So bleibt Ihr Bauch flach und schmerzfrei.