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Warum Singen glücklich macht: 5 wissenschaftlich belegte Gründe

Als erfahrene Musik- und Gesundheitsexpertin weiß ich: Singen steigert unser Wohlbefinden nachweislich. Dieser Artikel erklärt, wie Singen Glückshormone freisetzt und unser Immunsystem stärkt – gestützt auf Studien und Expertenaussagen.

Ob unter der Dusche, in der Chorprobe oder solo am Klavier: Singen erfüllt uns mit Freude und Zufriedenheit. Die Wissenschaft bestätigt das und zeigt zudem, dass es unseren Zusammenhalt fördert und das Immunsystem stärkt.

Singen macht glücklich: Durch die Freisetzung von Glückshormonen

Beim Singen schüttet das Gehirn Hormone wie Endorphin, Serotonin, Dopamin und vor allem Oxytocin aus, die ein echtes Glücksgefühl erzeugen, berichtet der BR. Oxytocin senkt Stresslevel und hebt das Wohlbefinden.

Wie Spektrum der Wissenschaft beschreibt, untersuchten Forscher 2013 in einer TV-Dokumentation Oxytocinwerte bei 36 Chormitgliedern – nach Chorprobe und nach bloßer Gesprächsrunde. Ergebnis: Beide Male erhöht, nach dem Singen deutlich stärker.

Singen verändert also Hormonspiegel, löst Wohlbefinden aus und reduziert Stress. Musikwissenschaftler Dr. Thomas Schinköth erklärt gegenüber dem MDR: Beim Singen tauchen wir in eine andere Welt ein, entschleunigen und gewinnen Abstand zum Alltag.

So wirkt Singen auf unseren Kreislauf

Singen ist gesund und belebt das Herz-Kreislauf-System, wie Spektrum erläutert. Der Schlüssel: intensive, effiziente Atmung, die den Stoffwechsel ankurbelt und Organe besser durchblutet.

Der BR betont: Beim Singen atmen wir bewusst in den Bauch, senken das Zwerchfell, erweitern die Lunge und aktivieren untere Lungenbereiche. Das wirkt wie Dehnübungen oder leichter Sport – 10 bis 15 Minuten reichen aus.

Singen entspannt das Nervensystem

Die tiefe Bauchatmung aktiviert den Parasympathikus, den Erholungsteil des Nervensystems (Spektrum). Er balanciert den stressaktivierenden Sympathikus aus, der Herzrasen und gedämpfte Darmtätigkeit verursacht.

Der Parasympathikus fördert Regeneration und Ruhe. Im stressigen Alltag wird er oft vernachlässigt – Singen gleicht das aus: Blutdruck sinkt, Herzschlag beruhigt sich, wir werden entspannter (BR).

Singen schafft Glück durch Zusammenhalt

Gemeinsames Singen, z. B. im Chor, verstärkt das Glücksgefühl, sagt Dr. Thomas Schinköth (MDR). Es weckt unser soziales Wesen. Spektrum bestätigt: Es vermittelt Zugehörigkeit – wir hören und spüren einander.

Eine Oxford-Studie von 2015 zeigt: Gemeinsames Singen fördert soziale Bindung schneller als Smalltalk.

Singen stärkt das Immunsystem

Singen hebt die Konzentration von Immunoglobulin A im Blut an (Studie 2004), das Krankheitserreger abwehrt (MDR). Regelmäßiges Singen könnte Abwehrkräfte boosten – weitere Forschung ist im Gange.