Viele Menschen sind von Natur aus kälteempfindlich. Wenn Sie jedoch dauerhaft frieren, könnte das ein ernstzunehmendes Signal Ihres Körpers sein. Als Experten für Gesundheitsthemen erklären wir die möglichen Ursachen und wann ein Arztbesuch ratsam ist.
Beim Frieren mangelt es dem Körper an Wärme – entweder im Inneren oder an der Oberfläche. Biologisch gesehen geht mehr vor sich als nur kalte Füße: Bei starker Abkühlung von außen verengen sich die Gefäße, die Durchblutung stockt und die Körpertemperatur sinkt. Der Körper aktiviert Abwehrmechanismen wie Muskelzittern, um einer Unterkühlung vorzubeugen.
Bestimmte Gruppen frieren leichter: Frauen öfter als Männer, Ältere schneller als Jüngere und Säuglinge besonders rasch. Meistens ist es harmlos, doch plötzliches Frieren mit kaltem Schweiß, Schüttelfrost oder Fieber erfordert sofortigen ärztlichen Rat.
Ständiges Frieren als Krankheitszeichen
Plötzliches oder anhaltendes Frieren ist ein Warnsignal. Lassen Sie das von Ihrem Hausarzt abklären. Häufige medizinische Ursachen sind:
- Niedriger Blutdruck (Hypotonie): Neben Kältegefühl treten Schwindel, Blässe und kribbelnde Beine oder Arme auf.
- Schilddrüsenunterfunktion: Der Stoffwechsel verlangsamt sich, die Temperaturregulierung stockt. Begleitsymptome: Schlafstörungen, Müdigkeit, Haarausfall. Eine Blutuntersuchung (TSH-Wert) schließt das aus oder bestätigt es.
- Magnesiummangel: Führt zu Durchblutungsstörungen und Kältegefühl. Ein Bluttest klärt das.
- Eisenmangel: Beeinträchtigt Sauerstoffversorgung und Durchblutung, was Müdigkeit und Frieren verursacht.
Ständig frieren? So können Sie helfen
Bei harmlosen Ursachen helfen diese bewährten Maßnahmen:
- Tragen Sie mehrere Kleiderschichten nach Zwiebelprinzip – sie isolieren Wärme effektiv.
- Heißgetränke und Wärmflasche wirken Wunder. Probiert selbstgemachten Ingwertee, der Durchblutung fördert und entzündungshemmend ist.
- Sport und Bewegung aktivieren die Durchblutung. Draußen wippen Sie mit den Füßen; regelmäßig trainieren und lüften Sie täglich.
- Achten Sie auf Ernährung und Flüssigkeitsbilanz. Trinken Sie neben Kaffee Wasser oder Rosmarintee für den Kreislauf. Lesen Sie: Sport bei Minusgraden: Was du bei Jogging und Co. beachten solltest.
- Ausreichend Schlaf (mindestens 7 Stunden) verhindert Wärmeverlust, wie Studien zeigen. Tipps: Tipps zum Einschlafen: Praktische Einschlafhilfen.