Viele Menschen nehmen täglich zu viel Salz zu sich. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nun konkrete Empfehlungen für Höchstwerte in verarbeiteten Lebensmitteln veröffentlicht, um den Konsum weltweit zu senken.
Laut einem aktuellen WHO-Bericht sind jährlich rund drei Millionen Todesfälle auf übermäßigen Natrium- oder Salzkonsum zurückzuführen. Zu viel Salz steigert insbesondere das Risiko für Bluthochdruck und damit verbundene Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Die WHO rät zu maximal fünf Gramm Salz pro Tag – das entspricht etwa einem Teelöffel. Im EU-Durchschnitt liegen wir jedoch bei acht bis elf Gramm, wie das Regionalbüro Europa der WHO berichtet: also das Doppelte.
WHO-Höchstwerte für Salz in Lebensmitteln
Bis 2025 strebt die WHO an, dass der globale Durchschnittskonsum die empfohlene Menge erreicht. Der Schlüssel: Strenge Grenzwerte für Salz in verarbeiteten Produkten. In Industrieländern stammt 70 bis 75 Prozent der Salzzufuhr aus Fertiglebensmitteln, nur 25 bis 30 Prozent kommt durch Kochen oder Würzen am Tisch hinzu, ergibt eine Analyse des WHO-Regionalbüros Europa.
Basierend auf internationalen Vorgaben und Expertenbewertungen hat die WHO passende Lebensmittelkategorien und Obergrenzen festgelegt. Hier ausgewählte Beispiele (in mg pro 100 g):
- Kekse: 265 mg
- Chips: 500 mg
- junger bis mittelalter Käse: 520-625 mg
- Konserven: 225 mg
- Pizza: 450 mg
- Brot (Hefe-/Sauerteig): 330 mg
Diese Werte dienen als Grundlage für Verhandlungen mit der Lebensmittelindustrie. Beim United Nations Food Systems Summit im September 2021 fordert die WHO branchenweite Selbstverpflichtungen.
Tipp: Beim eigenen Kochen kontrollieren Sie Ihre Salzaufnahme am besten. Bei Utopia entdecken Sie viele einfache, salzarme Rezepte. Mehr zu Salz und Gesundheit: Zu viel Salz: Anzeichen und wie du salzhaltige Lebensmittel vermeidest.