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Ruheherzfrequenz senken: Effektive Tipps für ein gesünderes Herz

Blutdruckmessungen erhalten viel Aufmerksamkeit – zurecht, da sie ein zentraler Indikator für die Herz-Kreislauf-Gesundheit sind. Wenn Sie jedoch Ihren Fortschritt bei der Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens tracken möchten, lohnt sich auch ein Blick auf Ihre Ruheherzfrequenz.

Was ist der Unterschied?

Der Blutdruck misst die Geschwindigkeit, mit der Blut durch das Kreislaufsystem strömt. Er steigt mit jedem Herzschlag, wenn Blut in die Arterien gepumpt wird, und fällt in der Entspannungsphase des Herzens.

Die Ruheherzfrequenz, auch Ruhepuls genannt, gibt an, wie oft Ihr Herz pro Minute schlägt, wenn Sie in Ruhe sind – also nicht trainieren. Die American Heart Association empfiehlt, sie genau zu messen, indem Sie Ihren Finger auf einen Pulspunkt (z. B. Handgelenk, Halsseite oder Ellenbeugeinnenseite) legen und die Schläge in 60 Sekunden zählen.

Nach Angaben der Mayo Clinic liegt ein normaler Wert zwischen 60 und 100 Schlägen pro Minute. Eine niedrigere Ruheherzfrequenz deutet generell auf eine effizientere Herzfunktion hin – trainierte Athleten erreichen oft Werte um die 40 Schläge.

So senken Sie Ihren Ruhepuls

Einflussfaktoren wie Alter, Körperposition (stehend höher) oder Lufttemperatur sind nicht änderbar. Doch Lebensstilmaßnahmen wirken nachweislich:

Regelmäßiges Training ist der effektivste Weg, erklärt Dr. Robert Greenfield, medizinischer Direktor für nicht-invasive Kardiologie und Herzrehabilitation am MemorialCare Heart & Vascular Institute bei Orange Coast Medical Center. „Bei guter Kondition sinkt die Ruheherzfrequenz, weil das Herz effizienter arbeitet und in Ruhe weniger leisten muss“, betont er.

Stressmanagement ist ebenso entscheidend. Das University of Rochester Medical Center warnt: Psychosoziale Belastungen wie Trauer oder Depression erhöhen das Herzinfarktrisiko. Stress fördert zudem Rauchen, Überessen, Inaktivität und Alkoholmissbrauch.

Gewichtsreduktion entlastet das Herz, das bei Übergewicht härter pumpen muss. Rauchen reduzieren oder aufhören senkt den Ruhepuls langfristig.

Wann zum Arzt gehen?

Die Ruheherzfrequenz ist ein zuverlässiger Fitness-Marker. Lassen Sie sie jedoch prüfen, wenn sie dauerhaft hoch ist oder nach Belastung nicht schnell normalisiert.

Auch ein signifikanter oder schleichender Anstieg ist alarmierend. Eine schwedische Studie zeigt: Stabile Werte bergen geringeres Herzrisiko, Anstiege deuten auf Probleme hin. Studien-Co-Autor Salim Barywani von der Universität Göteborg erklärt: „Das kann höheren Blutdruck oder frühe Herzerkrankungen signalisieren – ebenso Medikamentennebenwirkungen, Schilddrüsenstörungen, Anämie oder Infekte.“

Sogar ein Anstieg um 10 Schläge innerhalb des Normalbereichs ist besorgniserregend. „Lassen Sie das abklären, besonders bei Dauer”, rät Barywani.