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3 präzisere Metriken statt BMI: Messen Sie Ihre Gesundheit zuverlässiger

Der Body-Mass-Index (BMI) berechnet Ihr Gewicht geteilt durch das Quadrat Ihrer Körpergröße – eine Formel aus den 1830er Jahren eines belgischen Mathematikers. Sie klassifiziert Menschen als untergewichtig, normalgewichtig, übergewichtig oder fettleibig. Doch der BMI steht zurecht in der Kritik: Selbst Erfinder Adolphe Quetelet betonte, er diene der Bewertung von Fettleibigkeit in einer Bevölkerung, nicht der individuellen Gesundheit.

Welche Zahlen spiegeln Ihre Gesundheit und Fortschritte besser wider? Vermeiden Sie den reinen Waagenwert. Nutzen Sie stattdessen diese drei Metriken und tracken Sie Ihren Fortschritt grafisch.

1. Taillen-Hüft-Verhältnis (WHtR)

Für eine einfachere, relevantere Alternative: Messen Sie Taillenumfang und Hüftumfang, teilen Sie Ersteren durch Letzteren. Das ergibt Ihr Taillen-Hüft-Verhältnis (WHR) oder Taillen-Statur-Verhältnis (WHtR).

Selbst bei normalem Gewicht und Aktivität warnt das WHtR vor Risiken für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen, da Bauchfett hier entscheidend ist, erklärt Vitor Engrácia Valenti, PhD, Professor an der Sao Paulo State University in Brasilien: „Der BMI berücksichtigt Größe und Masse, liefert aber keine genauen Daten zum Bauchfett. Dieses ist ein besserer Risikoprädiktor – Studien zeigen, dass WHtR Bluthochdruck und metabolisches Syndrom genauer erkennt als BMI.“

Ein WHtR-Rechner offenbart Risiken für Herzkrankheiten, Typ-2-Diabetes oder Krebs bei hohen Werten.

2. Körperfettanteil

Jeder braucht Körperfett: Laut American Council on Exercise 14–24 % bei nicht-sportlichen Männern, 21–31 % bei Frauen. Höhere Werte bergen Risiken wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes.

Sie müssen nicht übergewichtig sein: „Normalgewichtige Fettleibigkeit“ (Magerfett) mit hohem viszeralem Fett um Organe – vor allem im Bauch – gefährdet ebenso. Viele Waagen messen Körperfett, Muskelmasse und Wassergehalt. Fitnessstudios bieten Caliper-Messungen an.

3. Anteil magerer Muskelmasse

Neben niedrigem Körperfett zählt Muskelaufbau, besonders bei früheren Jo-Jo-Effekten. Ab 30 sinkt die Muskelmasse durch Sarkopenie – Sitzende verlieren pro Jahrzehnt 3–5 %. Das schwächt Kraft und erhöht Verletzungsrisiken.

Dr. Andrea Rossi vom Zentrum für gesundes Altern an der Universität Verona warnt: Radikaldiäten verschärfen dies, Jo-Jo verstärkt Fettansammlung und hemmt Proteinsynthese. „Bei Gewichts-Schwankungen priorisieren Sie Kraft- oder Widerstandstraining statt reinem Cardio“, rät sie.

Fazit

Der BMI wird nicht verschwinden – er ist zu einfach. Doch er täuscht (z. B. Dwayne „The Rock“ Johnson als „fettleibig“). WHtR, Körperfett und Muskelmasse geben ein genaueres Gesundheitsbild. Messen Sie Ihren Fortschritt damit.