Egal, wie motiviert Sie sind, ins Fitnessstudio zu gehen – wir alle kennen Tage, an denen etwas dazwischenfunkt. Mal sind es äußere Hindernisse wie eine Arbeitsfrist, ein Familiennotfall oder eine Erkältung. Mal mentale Blockaden: Wir fühlen uns nicht „fit genug“ für den Kurs, halten 10 Minuten für zu wenig oder scheuen uns, als Neue dazuzukommen.
Jessamyn Stanley kennt das nur zu gut. Die erfahrene Yogalehrerin und Body-Positivity-Aktivistin, die beim Launch von U by Kotex FITNESS mitwirkt, hat in unserem exklusiven Gespräch über Selbstvertrauen, Mut zu neuen Herausforderungen, Social Media und mehr gesprochen. Mit ihrer authentischen Expertise hilft sie Tausenden, eine liebevolle Beziehung zum eigenen Körper aufzubauen.
F: Wie lassen Sie Ihrer Fitness nichts im Weg stehen?
Jessamyn Stanley: Ich passe mich an meinen aktuellen Zustand an – ich finde heraus, was heute machbar ist. Wenn Sie normalerweise 3-4 Meilen wandern, reicht heute vielleicht 1 Meile. Hören Sie auf Ihren Körper: Geben Sie ihm, was es braucht. Kommen Sie immer aus einer Haltung der Liebe, nicht aus Stress oder Angst. Diese Perspektive ist entscheidend. Sie können Routinen ändern, aber mit der falschen Einstellung fühlen Sie sich nie richtig gut. Seien Sie liebevoll zu sich selbst.
F: Was ist Ihr wichtigster Tipp, um kein Training zu verpassen?
Stanley: Seien Sie selbstbewusst. Bringen Sie so viel Liebe wie möglich in Ihre Praxis ein, statt aus Selbsthass zu handeln. Sonst kommen Sie nicht voran. Sie sehen vielleicht Körperveränderungen, werden aber nicht glücklicher oder netter – Sie sind nur kleiner. Wem hilft das? Starten Sie mit Mitgefühl und Liebe zu sich selbst – das ist immer der richtige Ort.

F: Was raten Sie Menschen, die Angst haben, wegen ihres Körpers beurteilt zu werden?
Stanley: Jeder hat etwas, worauf er stolz ist oder unsicher. „Ich bin der Dickste, der Größte, der Älteste, ich habe die meisten Sommersprossen.“ Verstehen Sie: Die Meinung anderer zählt weniger als Ihre eigene. Wer Sie kleinmacht, projiziert oft eigene Unsicherheiten. Wir hängen zu sehr an fremden Urteilen, dabei suchen wir alle Liebe.
F: Was ist, wenn jemand Angst hat, wegen seines Fitnessniveaus beurteilt zu werden?
Stanley: Bei HIIT, Zumba oder CrossFit weiß am ersten Tag niemand Bescheid – auch nicht in den ersten Wochen. Beim Yoga sollte jede Session wie die erste sein. Begegnen Sie Ihrer Praxis frisch, als wären Sie Neuling. Sobald Sie denken, alles zu wissen, scheitern Sie. Praxis darf herausfordernd sein. Lernen Sie, nicht immer der Beste zu sein.
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F: Was hat Sie an dieser Partnerschaft gereizt?
Stanley: Es geht mir darum, die menschliche Erfahrung zu normalisieren. Viele lernen, sich für ihren Körper oder ihre Periode zu schämen. Je mehr wir diese Tabus abbauen, desto besser. Den Diskurs zu verändern, ist Kern meiner Arbeit. Jeder muss mitmachen.

F: Wie ändern Sie Ihre Yogapraxis während der Periode?
Stanley: Viele bleiben weg aus Sorge. Doch gerade dann ist Yoga ideal – Ihr Körper braucht diese Pflege. Bei Krämpfen will ich mich nur einrollen. Aber ruhige Bewegungen entspannen Muskeln und Faszien. Yoga massiert den Körper, dreht die Gebärmutter. Tiefe Hüftöffner helfen. Inversionen wie Beine an der Wand sind therapeutisch – kein Kopfstand. Passen Sie sich an.
F: Wie sehen Sie den Einfluss von Social Media auf Yoga?
Stanley: Zweischneidiges Schwert. Es macht Yoga zugänglich, suggeriert aber, man müsse Handstände können. Nach einem Tag am Schreibtisch, bei Verletzungen oder nach der Geburt? Ich war anfangs auch nicht flexibel oder stark. Yoga dient der Veränderung, nicht dem Angeben.