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Intimpartnergewalt verdoppelt Risiko für Depressionen und Angststörungen im späteren Leben – Studie

Laut den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) ist Intimpartnergewalt (IPV) ein ernstes Problem der öffentlichen Gesundheit, das jährlich Millionen Menschen in den USA betrifft. Etwa 41 % der Betroffenen erleiden körperliche Verletzungen durch IPV. Neue Forschung zeigt nun langfristige Auswirkungen auf die psychische Gesundheit.

Eine Studie in Social Psychiatry and Psychiatric Epidemiology ergab, dass junge IPV-Opfer im Erwachsenenalter doppelt so häufig psychische Erkrankungen wie schwere Depressionen oder Angststörungen entwickeln.

Was ist IPV genau? Gewalt durch intime Partner kann folgende Formen annehmen:

  1. Körperlicher Missbrauch, wie Schlagen, Stoßen oder Schubsen.
  2. Emotionaler Missbrauch, der das Opfer wertlos, ständig kritisiert oder manipuliert fühlen lässt.
  3. Belästigung, einschließlich unerwünschten Drucks oder Einschüchterung.

Forscher der University of Queensland untersuchten über 1.500 Teilnehmer im Alter von 21 Jahren und befragten sie neun Jahre später erneut.

In der ersten Welle nutzten sie die Composite Abuse Scale, um IPV-Opfer zu identifizieren. In der Folgeuntersuchung kam das Composite International Diagnostic Interview zur Diagnose schwerer Depressionen und Angststörungen zum Einsatz.

Frauen, die mit 21 Jahren IPV erlitten, entwickelten mit 30 Jahren häufiger schwere Depressionen, während männliche Opfer stärker von Angststörungen betroffen waren.

Die Betroffenenanzahl war bei Männern und Frauen ausgeglichen, was Forscher wie Najman zu der Einschätzung führt, dass Missbrauch oft gegenseitig in Paaren auftritt.

„Es gibt zahlreiche Behandlungs- und Beratungsprogramme für Paare und Familien, um Beziehungen zu verbessern“, betont Najman. Die Ergebnisse unterstreichen jedoch die Notwendigkeit von Interventionen, die IPV und psychische Gesundheit gemeinsam angehen.

Die Verbindung zwischen emotionalem Missbrauch und Angststörungen bei Männern stellt traditionelle Vorstellungen von männlicher „Unverwundbarkeit“ infrage und erfordert mehr Aufmerksamkeit, so die Studie.

Wenn Sie Ihre Beziehung überdenken, könnten diese sieben Verhaltensweisen auf Missbrauch hindeuten – auch ohne körperliche Gewalt.