Beim 20. Jahrestag des 11. September spüren viele eine Welle intensiver Emotionen. Als klinische Psychologin mit jahrelanger Erfahrung in Therapie und Yoga weiß ich: Selbst Experten können von solchen Ereignissen überwältigt sein.
In solchen Momenten greife ich auf meine bewährte C.A.R.E.-Strategie zurück – eine Synthese aus psychologischer Expertise und Yoga-Prinzipien. C.A.R.E. steht für Überlegen, Handeln, Reflektieren und Entspannen. Sie schärft das Bewusstsein für Gefühle und fördert gesunde Reaktionen.
Starke Emotionen wie bei Ungerechtigkeiten oder Traumata signalisieren oft Handlungsbedarf. Geeignete Schritte schaffen Sicherheit und Empowerment – für uns und andere. C.A.R.E. eignet sich für jede Krise; hier am Beispiel des 11. Septembers.
Überlegen (Betrachten)
Nehmen Sie sich Zeit, das Ereignis und Ihre Gefühle objektiv zu betrachten. Bei Traumen fällt Verbalisieren schwer. Schreiben Sie als neutraler Reporter: Was genau ist passiert? Nennen Sie 3–5 Emotionen. Bei Bedarf nutzen Sie meinen kostenlosen emotionalen Vokabel-Helfer auf meiner Website.
Handeln (Akt)
Emotionen motivieren zu Taten – und diese beruhigen oft das Gemüt.
Trauer um Opferfamilien? Spenden Sie Zeit oder Geld ans 9/11 Memorial Museum in New York – auch remote möglich. Treten Sie der jährlichen Lauf-/Walk-Aktion bei oder finden Sie Freiwilligenmöglichkeiten über die 9/11 Day Foundation.
Keine 9/11-spezifische Option? Helfen Sie Bedürftigen lokal – das lindert Mitgefühl effektiv.
Wut? Engagieren Sie sich politisch oder sensibilisieren Sie. Passen Sie Handlungen an Ihre Gefühle an – persönlich und authentisch.
Reflektieren (Nachdenken)
Nach der Handlung: Wie hat sich Ihr Emotionalzustand verändert? Gefühle bleiben, doch Empowerment balanciert sie aus.
Fühlt sich Helfen gut an, aber unvollständig? Planen Sie Folgeschritte: Mehr Engagement nächstes Jahr oder regelmäßige Freiwilligenarbeit.
Sprechen Sie mit Freunden/Familie, führen Sie Tagebuch oder hören Sie entspannende Musik – privat oder gesellig.
Entspannen (Leichtigkeit)
Abschließend: Erlauben Sie sich, zum Alltag zurückzukehren. Selbstfürsorge stärkt Ihre Resilienz und Hilfsbereitschaft.
Zeit mit Liebsten, Sport, Film – "Ich-Zeit" ist essenziell. Geben Sie sich bewusst Erlaubnis, C.A.R.E. zu pausieren und später bei Bedarf zu wiederholen.
Zusammenfassung
Mein C.A.R.E.-System hilft, starke Emotionen gesund zu kanalisieren. Es ist normal, bei solchen Ereignissen aufgewühlt zu sein. Stützen Sie sich auf Netzwerke, Selbsthilfe, Kurse oder Therapie. Als Klinische Psychologin und Ex-Yogalehrerin rate ich: Wählen Sie passende Pflegewege!
Sehen Sie mein kurzes Video zur C.A.R.E.-Anwendung auf andere Ereignisse in meinem Blog.