Sport assoziieren viele mit intensiver Anstrengung und hoher Belastung – ein leichtes Training wirkt oft weniger befriedigend als eine Power-Session. Doch muss Sport wirklich schmerzen, um effektiv zu sein?
Wenn Sie eine neue Sportroutine aufbauen, mehrmals joggen oder ins Fitnessstudio gehen und sich danach stets ausgelaugt und unwohl fühlen, sinkt die Chance, dranzubleiben. Als erfahrene Trainer und Sportwissenschaftler wissen wir: Nachhaltigkeit ist entscheidend.
Forschungen, zitiert in der New York Times, zeigen: Eine Routine etabliert sich besser, wenn Sie sich während der Aktivität wohlfühlen. Das unmittelbare Gefühl zählt mehr als das Endorphin-High danach.
Das spricht für Workouts, die Spaß machen – zumindest für langfristigen Erfolg. Allerdings kommt man beim Sport nicht ganz ohne Anstrengung aus.
Wichtig: Dies gilt nur für das typische Anstrengungsgefühl. Andere Schmerzen deuten auf Verletzungen, Überlastung oder Erkrankungen hin. Brechen Sie dann ab und holen Sie ärztlichen Rat ein.
Warum Sport auch mal wehtun darf
Wählen Sie Sportarten, die Freude bereiten und Wohlbefinden fördern, um motiviert zu bleiben. Doch zu leichtes Training langweilt schnell, wie die New York Times betont.
Psychologe Dr. Paul Bloom erklärt gegenüber der Times: Anstrengung schafft Abstand zum Alltag, lässt Sorgen vergessen. Menschen suchen nicht nur Wohlbefinden, sondern auch sinnstiftende Herausforderungen – außerhalb der Komfortzone entstehen Fähigkeiten.
Macht Anstrengung glücklich?
Die ideale Intensität ist individuell. Manche motivieren langfristige Vorteile, andere genießen den Push. Wissenschaftler Dr. Inzlicht nennt letztere „joyful workers“. Jeder kann das lernen, z. B. durch gamifizierte Routinen mit Levels und Balance.
Fazit: Die ideale Sportroutine
Sport wirkt auch ohne ständige Höchstanstrengung. Sportwissenschaftler Stephen Seiler (zitiert in der New York Times) fand: Eliteathlet:innen trainieren 80 % leicht, 20 % intensiv. Hobbysporter sollten das übernehmen.
Passen Sie Intensität an Ihr Level an, hören Sie auf Körpersignale. Bei Erschöpfung reduzieren, Regenerationsphasen einplanen. So bleibt Sport nachhaltig und effektiv.