Bikram Yoga, auch bekannt als Hot Yoga, hat sich in den letzten Jahren zu einem der populärsten Yogastile entwickelt. Als erfahrene Yogapraktiker und Trainer teilen wir fundiertes Wissen: So wird Hot Yoga durchgeführt, welche gesundheitlichen Effekte es hat und worauf Sie achten sollten.
Versprochene Effekte wie starke Entgiftung und beschleunigte Fettverbrennung machen Bikram Yoga attraktiv – befeuert durch Promis wie Lady Gaga oder Gwyneth Paltrow. In der westlichen Welt ohne starke spirituelle Komponente boomt es. Erfahren Sie die Besonderheiten, Vor- und Nachteile dieses intensiven Stils.
Was ist Bikram Yoga?
Bikram Yoga wird unter spezifischen Bedingungen praktiziert: Im Studio herrschen 35–40 °C bei 40 % Luftfeuchtigkeit – daher der Name Hot Yoga.
26 feste Asanas im Stil des Hatha-Yoga fordern in 90-minütigen Sessions den ganzen Körper. Der Fokus liegt auf Kraft und Ausdauer, besonders Wirbelsäule und Rücken profitieren von der festen Reihenfolge.
Kritik am Bikram Yoga
In der traditionellen Yogawelt stößt Bikram Yoga auf Skepsis: Es verzichtet auf die spirituelle Einheit von Körper und Geist, priorisiert stattdessen körperliche Fitness.
Gründer Bikram Choudhury wurde 2016 wegen sexueller Belästigung und Vergewaltigungen zu Millionenstrafen verurteilt – er ist flüchtig und hat sie nicht gezahlt. Früher scheiterte ein Patentversuch für die Asana-Folge (2005), doch er ließ es als EU-Marke schützen.
Zudem verbraucht die Höcherung auf 40 °C viel Energie – eine Umweltbelastung.
Auswirkungen von Hot Yoga auf die Gesundheit
Yoga allgemein fördert Dehnung, Stärkung und Stressreduktion – Bikram Yoga ebenso. Die Hitze verstärkt Effekte wie:
- Angeregte Durchblutung, Stoffwechsel und Schwitzen für Entgiftung (wissenschaftlich noch nicht belegt).
- Hoher Kalorienverbrauch durch Muskelaufbau und Fettverbrennung.
- Entlastung und Stärkung von Rücken, Rumpf und Wirbelsäule.
- Schmeidigere Sehnen und Muskeln für tiefere Dehnungen.
- Bessere Sauerstoffversorgung durch Atemübungen für Konzentration und Leistungsfähigkeit.
Risiken durch Hitze:
- Hohe Belastung für Herz-Kreislauf-System – ärztlichen Rat bei Vorerkrankungen einholen.
- Bei hohem oder niedrigem Blutdruck Vorsicht walten lassen.
- Bei Gesunden: Mögliche Schwindel oder Übelkeit.
- Langfristig Risiko für Kreislaufstörungen.
Tipps zum Ausprobieren von Hot Yoga
Unsere Empfehlungen für einen sicheren Einstieg:
- Wählen Sie Studios mit zertifizierten Bikram-Lehrern.
- Trinken Sie vorab und danach reichlich Wasser.
- Atmungsaktive, leichte Kleidung und eigenes Yogahandtuch mitnehmen.
- Hören Sie auf Ihren Körper: Bei Schwindel pausieren, sitzen/legen und trinken.
- Elektrolyte auffüllen, z. B. mit isotonischen Getränken oder Traubenzuckerwasser.