DeuAq.com >> Leben >  >> Gesundheit

Phenylalaninquelle auf Lebensmitteln: Bedeutung für Betroffene mit Phenylketonurie (PKU)

Der Hinweis „enthält eine Phenylalaninquelle“ signalisiert, dass ein Lebensmittel die Aminosäure Phenylalanin enthält. Dies ist besonders für Menschen mit Phenylketonurie (PKU) entscheidend, da sie diese nicht abbauen können.

Die Aminosäure Phenylalanin

Phenylalanin gehört zu den Aminosäuren, den essenziellen Bausteinen von Proteinen. Unser Körper benötigt Proteine für Verdauungsenzyme, DNA-Reparatur und vieles mehr. Von den 20 Aminosäuren kann der Körper nur 12 selbst produzieren – die restlichen acht, darunter Phenylalanin, müssen über die Ernährung aufgenommen werden. Phenylalanin ist am Aufbau von Proteinen und der Hormonproduktion beteiligt.

Laut Apotheken-Umschau kommt Phenylalanin natürlicherweise vor allem in diesen Lebensmitteln vor:

  • Fleisch, besonders Schweinefleisch und Geflügel
  • Milchprodukte
  • Eier
  • Getreide
  • Hülsenfrüchte
  • Soja

Hersteller sind verpflichtet, Phenylalanin in Produkten wie manchen künstlichen Süßungsmitteln zu kennzeichnen.

Der Hinweis auf eine Phenylalaninquelle

Phenylalanin ist für die meisten Menschen lebenswichtig und unbedenklich. Doch bei Phenylketonurie (PKU), einer vererbten Stoffwechselstörung durch Genveränderung, kann der Körper Phenylalanin nicht abbauen. Laut Netdoktor lagert es sich dann im Blut an und kann zu schweren Gehirnschäden und geistiger Behinderung führen.

PKU wird routinemäßig kurz nach der Geburt diagnostiziert. Unbehandelt treten Symptome nach 2–4 Monaten auf, wie Entwicklungsstörungen und Übererregbarkeit (Quelle: Onmeda).

Die einzige Behandlung ist eine strenge Diät mit minimaler Phenylalanin-Aufnahme. Der Kennzeichnungshinweis ist daher essenziell, da schon geringe Mengen schädlich sein können.