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Prämenstruelles Syndrom (PMS): Symptome verstehen und natürlich lindern

Die Tage vor der Menstruation sind für viele Frauen eine Herausforderung – körperlich und emotional. Als Gynäkologie-Expertin mit jahrelanger Praxis helfe ich Ihnen, PMS-Symptome zu erkennen, einzuordnen und mit bewährten Methoden zu mildern.

Was ist das prämenstruelle Syndrom?

Jeder Zyklusabschnitt bringt typische Veränderungen mit sich. Zu Beginn plagen oft Menstruationsbeschwerden, vor der Periode treten bei vielen Frauen Symptome des prämenstruellen Syndroms (PMS) auf. Diese können emotional und körperlich wirken.

Emotionale Anzeichen umfassen:

  • Angst
  • Anfälligkeit für Stress
  • depressive Verstimmungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Schlafprobleme
  • Veränderung der Libido
  • Verstärktes Bedürfnis nach sozialer Isolation

Körperliche Symptome sind unter anderem:

  • Müdigkeit
  • unreinere Haut
  • Blähungen
  • Krämpfe und Schmerzen

PMS liegt vor, wenn die Beschwerden mit Menstruationsbeginn abklingen. So lassen sie sich von Erkrankungen wie Depressionen abgrenzen.

PMDS – die schwere Form des PMS

Bei PMDS (prämenstruelle dysphorische Störung) sind die Symptome extrem intensiv: Betroffene fühlen sich ängstlich, freudlos, gereizt und fremd. Im Gegensatz zu PMS stark einschränkend.

Mögliche starke Symptome:

  • depressive Verstimmungen
  • Angst
  • Reizbarkeit
  • Interessenlosigkeit
  • Überforderungsgefühl
  • Veränderung des Hungergefühls
  • Kontrollverlust
  • körperliche Symptome

Risikofaktoren: Vorgeschichte psychischer Störungen, hoher Stress, mangelnde Selbstfürsorge. Bei Verdacht auf PMDS: Ärztliche Abklärung einholen. Gegen PMS helfen oft selbstständige Maßnahmen.

Medikamente wie die Anti-Baby-Pille haben Nebenwirkungen – daher empfehle ich natürliche Ansätze.

Tipp 1: Bewusste, gesunde Ernährung

Trotz Heißhunger: Leichte Kost entlastet. Der Körper braucht vor der Periode extra Energie und Nährstoffe.

  • Vermeiden Sie Fertigprodukte und viel Zucker.
  • Reduzieren Sie Alkohol und Nikotin.
  • Testen Sie Koffein-Verzicht; probieren Sie pflanzliche Wachmacher.

Erhöhen Sie Calcium, Magnesium und Vitamin B6 – sie wirken stimmungsaufhellend und lindern Blähungen oder Müdigkeit. Essenzielle Fettsäuren reduzieren Symptome (Studien belegen das). Hanfsamen und Traubensilberkerze (z. B. als Tee) unterstützen.

Bei Bedarf: Nahrungsergänzungsmittel nach Rücksprache mit dem Frauenarzt und nur bei Mangel.

Tipp 2: Regelmäßige Bewegung

Bewegung wirkt Wunder, auch ohne Extremsport. Wählen Sie Passendes!

  • Sport bekämpft Depressionen wie Medikamente (laut Robert Koch-Institut).
  • Lindert Schmerzen und Spannen.
  • Ausdauer wie Walken, Laufen, Radfahren oder Schwimmen ideal.
  • Spaßfaktor und Frischluft maximieren den Effekt.

Tipp 3: Stress abbauen

Stress verschärft psychische Symptome. Minimieren Sie Belastungen und entspannen Sie aktiv:

  • Entspannungsübungen
  • Mehr Schlaf
  • Massagen
  • Autogenes Training
  • Yoga
  • Entspannungsbäder
  • Duftöle oder Räucherkerzen
  • Vermeiden wichtiger Termine/Entscheidungen
  • Offen über PMS sprechen

Bei starken Symptomen: Ärztliche Hilfe suchen – PMDS ausschließen.