Lapacho-Tee wird aus der Rinde eines tropischen Baums gewonnen und wird traditionell für seine potenziellen gesundheitlichen Vorteile geschätzt. Basierend auf Studien und traditionellem Wissen klären wir, wie heilsam er wirklich ist.
Lapacho-Tee: Herkunft und Zubereitung
Lapacho, auch als Ipê oder Toheeba bekannt, umfasst mehrere Baumarten aus Mittel- und Nordsüdamerika. Er blüht prächtig in gelb, weiß oder rosa in tropischen Regenwäldern, seltener in Trockengebieten. Schon die Inka und indigene Völker Südamerikas ehrten ihn als "Baum des Lebens" wegen seiner heilenden Eigenschaften.
Der Tee entsteht aus der fein geraspelten Innenrinde. Mit Vanillenote ähnelt er geschmacklich Rooibos-Tee und zeigt eine erdige, rötliche Färbung.
Die Wirkungen von Lapacho-Tee
Ureinwohner Südamerikas nutzten ihn als entzündungshemmendes Mittel bei fieberhaften Erkrankungen, Magenbeschwerden und Pilzinfektionen. Im 20. Jahrhundert fokussierte die Forschung auf Lapachol, das im Holz zu 3,7 Prozent und in der Rinde zu etwa 0,2 Prozent vorkommt. Eine Studie von 2008 zeigte in Zellkulturen eine krebshemmende Wirkung.
Noch fehlen klinische Studien am Menschen. Hohe Dosen könnten Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen; bei Ratten traten Chromosomen-Schäden auf.
Lapacho-Tee ist jedoch bedenkenlos genießbar: Die Inhaltsstoffe sind verdünnt, und er liefert Mineralien wie Kalium, Calcium und Eisen. Zubereitung: 2 Esslöffel pro Tasse mit kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen. Koffeinfrei, geeignet in Maßen während Schwangerschaft und Stillzeit.
Lapacho-Tee: Gesund, doch Nachhaltigkeit im Fokus
Beim Ernten wird Rinde geschält – bei schonender Methode regeneriert sie sich schnell. Wählen Sie Lapacho-Tee aus ökologischem Anbau, z. B. in Naturkostläden oder Apotheken. Online bei Bioaufvorrat oder Amazon.
Aus südamerikanischen Regenwäldern bedeutet langer Transportweg mit hohem CO2-Ausstoß. Heimische Alternativen wie Kamillen- oder Hagebuttentee bieten ähnliche Effekte, aber nachhaltiger.