Sie kennen vielleicht das Mikrobiom und die Rolle gesunder Darmbakterien, doch wussten Sie, dass unser Körper auch eine Pilzgemeinschaft beherbergt? Der renommierte Mikrobiomforscher Mahmoud Ghannoum, Ph.D., betont: Im Darm leben gute und schlechte Pilze – das sogenannte Mykobiom –, das wir gezielt im Blick behalten sollten.
Mit einem Master in medizinischer Chemie, einem Doktortitel in mikrobieller Physiologie und wegweisender Forschung zu Probiotika gilt Ghannoum als Pionier der Mikrobiomforschung. Er entdeckte als Erster, wie schädliche Bakterien und Pilze zusammenarbeiten, um Verdauungs-Plaques zu bilden. Für optimale Gesundheit müssen wir sowohl das Mikrobiom als auch das Mykobiom diversifizieren.
„Bei Pilzüberwucherung oder Ungleichgewicht entsteht ein Biofilm, ähnlich wie Zahnplaque“, erklärt er im mindbodygreen-Podcast. „Wir bürsten täglich unsere Zähne, doch den Darm können wir nicht so reinigen.“
Hier teilt Ghannoum Wissen über das Mykobiom: Was es ist, warum es entscheidend ist und wie Sie es gesund halten. Ergänzen Sie Ihr Mikrobiom-Wissen um diesen ebenso wichtigen Faktor für die Darmgesundheit.
Was ist das Mykobiom?
Das Mikrobiom beschreibt die Bakteriengemeinschaft im Darm, das Mykobiom die Pilzgemeinschaft. Ghannoum: Wir tragen Bakterien und Pilze – gute wie schlechte – überall: im Darm, auf der Haut, im Mund.
Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl
Melden Sie sich für unseren kostenlosen Leitfaden zur ultimativen Darmgesundheit mit Heilrezepten und Tipps an.
„Stellen Sie sich vor, Bakterien und Pilze spielen im Sandkasten zusammen. Im Gleichgewicht helfen sie uns, unausgeglichen verursachen sie Probleme“, sagt Ghannoum.
Genau wie beim Mikrobiom brauchen Sie für ein gesundes Mykobiom Vielfalt. Der berüchtigte Pilz Candida ist in Maßen harmlos, Überwucherung führt jedoch zu Darmproblemen. Ausgewogenheit von Bakterien und Pilzen ist essenziell.
Mykobiom vs. Mikrobiom
Der klare Unterschied: Mykobiom = Pilze, Mikrobiom = Bakterien. Doch Ghannoum hebt einen weiteren hervor: „Pilze reagieren schnell auf kurzfristige Ernährungsänderungen, Bakterien brauchen langfristige Anpassungen.“
Beide lassen sich durch Ernährung optimieren, doch Mykobiom-Veränderungen wirken rascher. Ideal bei Leaky Gut oder Verdauungsstörungen: Schnelle Ergebnisse ohne langes Warten.
So optimieren Sie Ihr Mykobiom
Schritt 1: Zucker reduzieren. „Pilze, besonders Candida, lieben Zucker – raffiniert oder einfach“, warnt Ghannoum.
Schritt 2: Vitamine prüfen. Mängel an A, B und C fördern Candida. Protein aus Pflanzen, Geflügel und Fisch ist unverzichtbar.
Schritt 3: Superfoods einbauen. Ghannoums „Superstars“: Rosenkohl, Pistazien, Apfelessig, Meeresgemüse, Knoblauch, Brokkoli, Hülsenfrüchte. Sie balancieren das Mykobiom und fördern gesunde Pilze.
Die Mikrobiomforschung ist faszinierend und komplex – Billionen Organismen, über 1.000 Arten pro Darm. Dank Pionieren wie Ghannoum sind wir auf dem besten Weg.
Hören Sie die Folge! Abonnieren Sie unseren Podcast auf iTunes, Google Podcasts oder Spotify und melden Sie sich für unseren Podcast-Newsletter an!