Während der COVID-19-Pandemie denken wir oft an gefährdete Gruppen wie Ältere oder Kranke, doch Menschen mit psychischen Belastungen verdienen ebenso Aufmerksamkeit. Die Unsicherheit, Hysterie und der Mangel an sozialen Kontakten schaffen ideale Bedingungen für Angststörungen, Depressionen und andere mentale Herausforderungen.
Panikattacken können lähmend wirken – wie der fünfmalige NBA-All-Star Kevin Love es aus eigener Erfahrung kennt. Mitten in einem Spiel erlebte er seine erste Attacke.
„Ich fühlte mich nach der Auszeit nicht richtig – ich nahm kaum wahr, was passierte. Alles in meinem Kopf und Körper... Es fühlte sich an wie ein Herzinfarkt. Pure Panik, und das öffentlich“, teilt er in der mindbodygreen-Podcast-Folge mit mir.
Vielleicht erleben Sie keine Attacke vor 20.000 Zuschauern, aber in stressigen Zeiten steigt die Angst bei vielen. Kevin Love rät: Merken Sie sich diese vier Tipps, um besser vorbereitet zu sein.
1. Erkennen Sie: Sie sind nicht allein.
„Zuerst muss man akzeptieren, dass diese Gefühle normal sind“, erklärt Love. „Es ist hart zu wissen, dass so viele leiden, doch es stärkt enorm, sich nicht isoliert zu fühlen.“ Besonders jetzt, da Isolation durch Lockdowns verstärkt wird.
Auch ohne eigene Angst sind wir alle betroffen: „Mentale Probleme sind eine Armlänge entfernt – in der Familie oder noch nicht da. Sie treffen niemanden aus.“
Love erinnert sich bei Auslösern daran, dass andere Ähnliches fühlen. Dieses Gemeinschaftsgefühl lindert Panik.
2. Entfernen Sie sich von der Situation.
Bei seiner ersten Attacke floh Love in die Kabine. Heute hilft es ihm, sich physisch und emotional zurückzuziehen.
„Ich gehe raus, atme durch, zentriere mich“, sagt er. Manchmal schaltet er das Handy aus, trainiert oder spielt Basketball, um den Kopf freizubekommen.
Finden Sie Ihre Methode: Bewegen Sie sich oder lenken Sie ab, um den Angstspirale zu entkommen.
3. Kühlen Sie ab – wörtlich.
„Manchmal werde ich extrem heiß“, berichtet Love. „Ein Eisbeutel am Handgelenk oder Nacken, ein kaltes Glas Wasser – einfach, aber effektiv.“
Panik-Symptome variieren: Übelkeit, Schwitzen, Atemnot. Beobachten Sie Ihre Signale und entwickeln Sie einen Plan.
4. Leben Sie Ihre Gefühle offen aus.
Verstecken Sie die Angst nicht – teilen Sie sie. „Nichts quält mehr als Ungesagtes. Leben Sie nach außen“, rät Love. Offenheit schafft Erleichterung.
Vertrauen Sie sich Freunden oder Kollegen an. Mentale Gesundheit betrifft alle – sei es persönlich oder bei Angehörigen. „Um die Kurve abzuflachen, checken wir uns gegenseitig“, sagt Love zur Pandemie-Zeit.
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