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Die drei Phasen der Bewältigung von COVID-19-Unsicherheit: In welcher Phase sind Sie?

Die COVID-19-Pandemie hat unser Leben nachhaltig verändert. Gemeinsam teilen wir die Erfahrungen von Isolation, sozialer Distanzierung und Sorgen um die Zukunft. Es gibt kein altes 'Normal' mehr – wir betreten eine neue Welt. Als erfahrene Beraterin habe ich weltweit mit Kunden und Organisationen zusammengearbeitet und diesen Prozess in drei klar erkennbare Phasen unterteilt.

Phase 1: Panik

In unterschiedlicher Intensität haben wir alle diese Phase durchlebt: den Hamsterkauf von Toilettenpapier, die Angst vor einer Infektion für uns oder unsere Liebsten, die Sorge um Beatmungsgeräte und schlaflose Nächte voller Migräne durch Überforderung. Dazu kamen Kämpfe um Schreibtische im Homeoffice, Hypotheken, ältere Eltern, laufende Geschäfte und der tägliche Überlebenskampf.

Diese Reaktionen sind impulsiv, getrieben vom primitiven Überlebensinstinkt. Unser limbisches System übernimmt: Es fokussiert das Negative und verstärkt es. Rationalität tritt in den Hintergrund. Wir horten Eier und Gemüse, die verfallen, um ein Gefühl der Kontrolle zu gewinnen.

Statt Scham oder Vorwürfe hilft Mitgefühl. Diese angstgetriebenen Verhaltensweisen haben unsere Spezies zum Erfolg geführt. Ohne Verständnis empfinden wir nur Schuld – oder wir entfernen uns voneinander.

Phase 2: Prozess

Der Psychologe Richard Lazarus beschrieb bereits 1966, wie wir Situationen zunächst als bedrohlich einschätzen und dann unsere Ressourcen mobilisieren, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Bewältigung bedeutet genau das: Tägliche Anpassungen im Privaten und Beruflichen während der Pandemie.

Zwei Arten der Bewältigung

Forschung zeigt zwei Hauptstrategien: Problemorientierte Bewältigung löst das Problem direkt – z. B. häufigeres Händewaschen, mehr Platz am Schreibtisch für die Familie, sichere Lebensmittelhygiene. Das Zuhause wird zum All-in-One-Ort: Büro, Kindergarten, Kantine.

Emotionsfokussierte Bewältigung reguliert Gefühle: Frustration im Homeoffice, Aufregung über Online-Kurse oder Backprojekte, die scheitern. COVID-19 weckt oft alte Dämonen, Ungerechtigkeiten oder Trauer. Das sind normale menschliche Reaktionen – Sie sind wertvoll, weil Sie menschlich sind.

Suche nach Sicherheit

Schaffen Sie vor allem psychologische Sicherheit, um zu funktionieren. Seien Sie sanft zu sich: Sie pendeln zwischen Panik und Verarbeitung. Verdauen Sie die Realität, bevor Sie planen können. Das lässt sich nicht umgehen.

Phase 3: Pivot

Die Zeit vergeht unweigerlich. Wir können in Panik verharren oder entscheiden, wer wir nach COVID-19 sein wollen. Beim Pivot entsteht echte Kontrolle, indem wir mit der Realität kooperieren. Mein Mentor Ramit Sethi empfiehlt ein 'Stativ der Stabilität' – drei stabile Säulen im Leben für innere Balance, von der aus wir experimentieren können.

Betrachten Sie diese Lebensbereiche:

  • Persönlich: Meine Beziehung zu Arbeit, Zeit, Energie, Geist, Gesundheit, Zuhause, Selbstwert, Finanzen und Beziehungen? Lebt meine Persönlichkeit? Ist mein Leben sinnstiftend?
  • Existentiell: Meine Haltung zu Spiritualität, Leben/Tod, inneren Dämonen und CO2-Fußabdruck?
  • Professionell: Berufliche Ziele und Werte? Was gibt Energie? Wie optimiere ich Praktiken für maximale Wirkung?

Journaling-Fragen pro Bereich:

  • Mag ich meine Beziehung dazu?
  • Ist sie nachhaltig?
  • Was kann ich ändern?
  • Welche Geschichten halten den Status quo fest?
  • Wie weiß ich, dass ich Fortschritte mache?

Wichtig: Wie integrieren wir COVID-19-Lektionen, um nie wieder so hilflos zu sein? Die Coaches Tay & Val formulieren es treffend: 'Die Krise erschüttert Normen und Routinen, um zu enthüllen, was wir wirklich schätzen, was zählt und welches Vermächtnis wir hinterlassen wollen. Sie zwingt uns, unsere Kernwahrheiten anzuzapfen und uns neu auszurichten.'