Die ketogene Ernährung (Keto) ist eine kohlenhydratarme, fettreiche Diät, die zahlreiche gesundheitliche Vorteile bietet. Sie hilft, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren, den Insulinspiegel zu senken und das Gewicht zu kontrollieren. Dennoch kann sie unerwünschte Nebenwirkungen haben, wie Keto-Grippe oder Keto-Atem. Ein weniger bekanntes Phänomen ist der Keto-Ausschlag.
Um diesen Hautzustand genau zu beleuchten, haben wir registrierte Ernährungsberaterinnen und Ärztinnen für integrative Medizin befragt, darunter Priscilla Blevins, M.S., R.D., L.D., Molly Knudsen, M.S., RDN, und Sara Gottfried, M.D., New York Times-Bestsellerautorin. Sie erklären, wie Keto die Haut beeinflussen kann.
Was ist Keto-Ausschlag?
Keto-Ausschlag bezeichnet umgangssprachlich Prurigo pigmentosa (PP), auch Nagashima-Krankheit genannt. Es handelt sich um eine Dermatitis – eine Hautentzündung –, die vor allem den oberen Körper betrifft, so Priscilla Blevins, Ernährungsberaterin und Keto-Expertin.
Typische Symptome sind rote Beulen oder Flecken auf Bauch, Brust oder Rücken. Nach der Entzündungsphase kann eine Hyperpigmentierung eintreten, bei der die Hautstellen dunkler als der natürliche Hautton werden.
Was verursacht Keto-Ausschlag?
„Früher als selten eingestuft, häufen sich Berichte über Prurigo pigmentosa mit der Beliebtheit der Keto-Diät“, erklärt Molly Knudsen gegenüber uns. Eine malaysische Studie untersuchte neun Betroffene: Fünf folgten einer Keto-Diät. Eine Studie von 2011 ergab Ähnliches bei sechs von 16 Keto-Anhängern.
Die exakte Ursache ist unbekannt, PP tritt häufiger bei Frauen auf, betont Sara Gottfried. Auslöser können Reizungen wie Schwitzen, Reibung durch Kleidung oder Kontaktallergien sein, ebenso metabolische Faktoren wie hohe Ketonwerte, Diabetes, Fasten oder Diäten.
„Es ist selten, kann aber in den ersten zwei Wochen nach Keto-Start auftreten“, ergänzt Blevins.
Behandlung von Keto-Ausschlag
Dieser Ausschlag signalisiert oft, dass der Körper mehr Kohlenhydrate braucht. „Bei Ernährungsketose lindert eine moderate Kohlenhydratzufuhr den Ausschlag, wie Anekdoten zeigen“, sagt Gottfried.
Molly Knudsen rät: Kohlenhydratarme Varianten, Carb-Cycling oder freie Kohlenhydratzufuhr könnten besser passen. Bei medizinischer Notwendigkeit (z. B. Diabetes, Epilepsie) einen Arzt konsultieren. Antibiotika können den Ausschlag vollständig beseitigen.
Keto-Ausschlag vorbeugen
Absolute Prävention ist schwierig, doch Risiken mindern: Kohlenhydrate schrittweise reduzieren statt abrupt streichen, rät Gottfried. Ein Arzt oder Ernährungsberater unterstützt bei sicherer Umstellung und Symptomüberwachung.
Fazit
Ohne klare Ursache kann jeder Keto-Neuling betroffen sein. „Achten Sie auf Hautveränderungen am Oberkörper und konsultieren Sie bei Ausschlag einen Arzt“, rät Knudsen. Keto-Ausschlag ist behandelbar und meist harmlos.
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