DeuAq.com >> Leben >  >> Gesundheit

Die einzigartige Angst, schwarz in Amerika zu sein: 4 effektive Strategien zur Bewältigung

Heutzutage erleben afroamerikanische Männer, Frauen und Kinder Misshandlungen oder sogar Todesfälle, wenn sie alltägliche Dinge tun, die Weiße ohne Zweifel oder Konsequenzen erledigen. In dieser Realität ist es verständlich, dass Sorge allgegenwärtig ist.

Trayvon Martin ging einfach auf dem Heimweg durch eine Wohngegend. Er hatte keine gefährliche Straße überquert, sondern nur Skittles in einem nahen Laden gekauft. An jenem Abend kam er nicht nach Hause – stattdessen erschoss ihn ein Nachbarschaftswächter, der angewiesen war, in seinem Auto zu bleiben.

Zwei Jahre später spielte der 12-jährige Tamir Rice zum letzten Mal in einem Park. Die Polizei schoss ihn nieder und wies später darauf hin, er habe seine "Waffe" nicht fallen lassen.

Wie oft haben Sie das Video gesehen oder Diamond Reynolds zugehört, die gefasst blieb, während sie den Polizisten bat, zu bestätigen, dass ihr Freund nicht tot sei? Besonders herzzerreißend war ihre Tochter, die still auf dem Rücksitz saß. Irgendwann sagte sie leise: "Es ist okay, Mama. Ich bin bei dir."

Solche Tragödien häufen sich, da die Polizei an rund 300 Tagen im Jahr Schwarze tötet.

Es grassiert eine gesellschaftliche Krankheit, die Schwarze besonders belastet. Als Trayvons Tod in den Nachrichten kam, spürten viele Aufregung, Anspannung und Wut. Mit der Zeit mag man emotional abgestumpft sein, doch ein Jahr später, bei der Gerichtsverhandlung 2012, kehrten die intensiven Gefühle zurück.

Experten betonen, dass emotionale Reaktionen proportional zur Bedrohung stehen sollten. Die realen Gefahren sind unbestreitbar, doch es gibt bewährte Methoden, um damit umzugehen.

Umgang mit den psychischen Folgen von Rassismus

  1. Tagebuch führen: Reflektieren Sie bewusst über rassistische Ungerechtigkeiten und Ihre Reaktionen. Notieren Sie Gedanken und Gefühle – sonst kreisen sie endlos und verstärken die Angst.
  2. Introspektion üben: Fragen Sie sich: Was stört mich hier am meisten? Vielleicht trauern Sie um die Mutter des Opfers oder zweifeln, ob Veränderung möglich ist.
  3. Soziale Medien dosieren: Bei ständiger Berichterstattung reduzieren Sie die Exposition. Bleiben Sie informiert, aber schützen Sie Ihre Psyche vor wiederholter Gewalt – konzentrieren Sie sich auf Kontrollierbares.
  4. Aktiv werden: Schließen Sie sich einer Advocacy-Gruppe an, z. B. gegen Polizeigewalt, oder gründen Sie eine. Lucy McBath, Mutter von Jordan Davis (erschossen wegen lauter Musik), trat Moms Demand Action bei und wurde Kongressabgeordnete.

Angst entsteht unabhängig von der Ursache – entscheidend ist Ihre Reaktion. Ob Respektlosigkeit am Arbeitsplatz, Mobbing an der Schule oder Polizeieinsatz: Bewerten Sie Ihre Haltung und handeln Sie. Advocacy mit Gleichgesinnten ist empowernder als passive Medienkonsum.

Auszug aus The Unapologetic Guide to Black Mental Health von Rheeda Walker, Ph.D. New Harbinger Publications, Inc., Copyright © 2020 Rheeda Walker.