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Effektiver Schutz vor Zeckenstichen: Bewährte Tipps für Ihre Sicherheit

Ein Zeckenstich birgt Risiken wie die Übertragung von Borreliose oder FSME. Als Experten für Infektionsprävention zeigen wir Ihnen zuverlässige Maßnahmen, um Stiche zu vermeiden und gesund in der Natur zu bleiben.

Zeckenstich statt Biss: Die richtige Kleidung als bester Schutz

Zecken beißen nicht, sondern stechen mit ihrem Hypostom – einem speziellen Saugapparat – in die zuvor angeritzte Haut, um Blut zu saugen. Dieses Wissen hilft bei effektiver Prävention.

  • Zecken lauern meist in kniehohem Gras oder Gebüsch. Tragen Sie daher auch bei mildem Wetter lange Hosen, um ein Festkrallen an der Haut zu verhindern.
  • Stecken Sie die Hose in die Socken, damit Zecken nicht unter hochgerutschte Stoffteile gelangen.
  • Vermeiden Sie Sandalen und T-Shirts; wählen Sie stattdessen geschlossenes Schuhwerk.

Zeckenaktivität ab Februar bei milden Temperaturen

Die Zeckensaison erstreckt sich vom Frühjahr bis Spätherbst. Schon bei den ersten warmen Strahlen im Frühling werden sie aktiv. Durch mildere Winter in Deutschland sind sie ab Februar unterwegs und können bei anhaltend milden Bedingungen ganzjährig eine Gefahr darstellen. Schützen Sie sich jederzeit.

Gefahren: Borreliose und FSME durch Zecken

Primäres Ziel des Zeckenschutzes: Vorbeugung von Borreliose und Frühsommermeningoenzephalitis (FSME). In Deutschland und der Schweiz sind 2,6 bis 5,6 Prozent der Zeckenstiche mit Borrelien infiziert. Typisch: Starke Rötung um die Stichstelle – holen Sie sofort einen Arzt hinzu, da unbehandelt bleibende Nervenschäden drohen.

FSME verläuft tückisch: Erste grippeähnliche Symptome nach ca. 10 Tagen, Nachweis oft erst in Phase 2 bei 10-30 Prozent der Betroffenen innerhalb von 20 Tagen. Selten tödlich, meist heilbar.

Höchstes Risiko in Süddeutschland

Zecken bevorzugen warme, feuchte, dunkle Plätze wie Laub oder Gras. FSME-Viren hauptsächlich in Süddeutschland: Bayern, Baden-Württemberg sowie Teile von Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz. Hier tragen bis zu fünf Prozent der Zecken FSME-Erreger; Borrelien vor allem in Mittel- und Süddeutschland.

Zeckenstich rechtzeitig entdecken

Nach jedem Naturaufenthalt: Gründlich absuchen, idealerweise in heller Kleidung. Prüfen Sie Achselhöhlen, Kniekehlen und Genitalbereich – warme, feuchte Stellen sind Favoriten.

Entfernen Sie gefundene Zecken umgehend, da das Infektionsrisiko mit der Saugzeit steigt. Pinzetten sind bei kleinen Zecken riskant (Zerquetschen fördert Erreger). Nutzen Sie Zeckenhaken, -schlinge oder -zange für sicheres Herausziehen.

3 gefährliche Zecken-Mythen enttarnt

  1. Zecken mit Öl betäuben: Falsch – die Zecke erbricht oder erstickt und gibt Erreger ab.
  2. Zecken fallen von Bäumen: Nein, sie lauern im Gras oder auf Ästen, seilen sich nicht ab.
  3. Impfung schützt vor allem: FSME-Impfung ja, Borreliose nein. Immer absuchen und schützen!