Arthrose vorbeugen lohnt sich – idealerweise schon früh. Mit diesen praxisnahen Empfehlungen senken Sie nachweislich das Risiko für Gelenkverschleiß im Alter.
Arthrose vorbeugen: So verändern sich die Gelenke
Arthrose ist eine Verschleißerkrankung der Gelenkknorpel: Die schützende Knorpelschicht nutzt sich ab, bis die Gelenkknochen aneinander reiben. Jede Bewegung wird schmerzhaft, die Knochen versteifen und können sich verwachsen.
Typisch für Arthrose sind steife Gelenke morgens, bei denen Bewegungen wehtun. Nach dem "Einlaufen" lassen die Schmerzen nach. Bei solchen Symptomen sofort einen Arzt konsultieren.
Als Alterskrankung gilt Arthrose: Laut der Deutschen Arthrose-Hilfe e.V. ist sie eine der häufigsten Gelenkerkrankungen ab 60. Die Ursachen liegen jedoch oft Jahre zurück – ein schleichender Prozess. Deshalb: Früh vorbeugen.
Arthrose: Die häufigsten Ursachen
Tägliche Einflüsse begünstigen Arthrose:
- Früher körperlich harte Berufe wie im Baugewerbe oder in der Landwirtschaft.
- Heute zunehmend Nacken-Arthrose durch Computerarbeit.
- Belastende Sportarten wie Fußball oder Squash – je intensiver, desto höher das Risiko.
- Übergewicht belastet Knie und Hüften stark.
- Fehlstellungen von Füßen, Hüfte oder schlecht verheilte Brüche schädigen Knorpel.
- Rauchen verschlechtert die Durchblutung, was das Gewebe unterversorgt.
Oft folgt Arthrose auf andere Erkrankungen. Nicht geheilte Entzündungen oder Stoffwechselstörungen spielen eine Rolle:
- Bei Arthritis (Rheuma) entzünden sich Knochenhaut und Knorpel durch Rheumaschübe. Risikofaktoren: Rauchen, Alkohol, Stress.
- Gicht lagert Harnsäure in Gelenken ab und entzündet sie.
- Diabetes erhöht die Anfälligkeit für Schmerzen.
Viele Faktoren sind nicht direkt beeinflussbar, doch ein gesunder Lebensstil minimiert das Risiko erheblich.
Arthrose durch gezielten Sport vorbeugen
Der passende Sport stärkt Gelenke: Abwechslungsbewegung und Muskelaufbau sorgen für gute Durchblutung und Nährstoffversorgung des Knorpels, der zu 70 % aus Wasser besteht und als Stoßdämpfer wirkt.
Vorsicht: Eintönige Belastungen oder Stöße schaden. Besser: gelenkschonende Aktivitäten wie
- mäßiges Radfahren,
- Schwimmen (Kraulen, Rücken),
- Wandern im Flachland,
- Gesellschaftstanz.
Yoga und Pilates kräftigen umliegende Muskeln als natürlichen Schutz.
Im Alltag mehr bewegen:
- Kollegen persönlich aufsuchen statt anrufen.
- Treppen nutzen, früher aussteigen und laufen.
- Frische Luft und Sonne für Vitamin D – essenziell für Knochen und Knorpel.
- Hohe Absätze abwechseln mit flachen Schuhen gegen Fußfehlstellungen.
Arthrose durch vitaminreiche Ernährung vorbeugen
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät zu ausgewogener Kost für elastische Knorpel und feste Knochen.
Empfohlen:
- Abwechslungsreich mit viel Gemüse, Obst, Vollkorn – ideal regionale Saisonware aus Bio-Anbau.
- Joghurt und Käse für Calcium.
- Viel Wasser oder ungesüßte Getränke.
- Rauchen reduzieren, Alkohol mäßigen.
Entzündungshemmende Diät gegen Arthrose
Gelenkentzündungen wie bei Arthritis oder Gicht können zu Arthrose führen. Präventive Ernährung hilft:
- Antioxidantien-reich: Nüsse, Tomaten, Blattgemüse.
- Fettreicher Fisch wie Hering oder Makrele für Omega-3.
Vermeiden bei Entzündungen:
- Fertigprodukte, Fast Food, Süßes: Fördern Entzündungen durch Fette, Zucker, Stärke.
- Fleisch, Schmalz, Eier: Können entzündungsfördernd wirken.