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Mikroplastik im Bier: Häufiger als gedacht – Fakten und Hintergründe

Mikroplastik im Bier ist keine Seltenheit: Viele Großbrauereien nutzen es sogar als Hilfsmittel. Als Experten für Lebensmittelqualität erklären wir die Hintergründe dieses Phänomens.

Im Alltag gelangen Mikroplastik-Partikel regelmäßig in unseren Körper. Sie stecken nicht nur in Kosmetika, sondern auch in Lebensmitteln und Trinkwasser. Bier trägt dazu bei, dass sich diese winzigen Plastikteilchen anreichern können.

Wie gelangt Mikroplastik ins Bier?

Bier nach dem deutschen Reinheitsgebot besteht idealerweise nur aus Hopfen, Gerstenmalz, Wasser und Hefe. Das „Vorläufige Biergesetz“ von 1993 erlaubt jedoch technische Zusatzstoffe, Farbstoffe und Filterhilfsmittel.

Ein gängiges Mittel ist Polyvinylpolypyrrolidon (PVPP), ein Polymer in Granulatform. Es bindet überflüssige Gerbstoffe und Polyphenole, wird abfiltriert und hält das Bier langfristig klar – ohne den Geschmack zu verändern.

Obwohl Maschinen PVPP entfernen, bleiben Rückstände. Hersteller müssen es nicht deklarieren. Die NDR-Sendung „Markt“ fand 2014 in allen getesteten Bieren – den meistverkauften Marken – Mikroplastik, bis zu 78,8 Fasern pro Liter.

Wie gefährlich ist Mikroplastik?

PVPP (E1202) ist zugelassen, auch in Nahrungsergänzungsmitteln, und gilt als unbedenklich. Langzeitwirkungen auf den Menschen sind jedoch unklar; die meisten Studien beziehen sich auf Tiere, übertragbarkeit offen.

Ein Großteil wird über die Verdauung ausgeschieden, mögliche Ablagerungen und Folgen bleiben fraglich.

Mikroplastik vermeiden? Wählen Sie naturtrübtes Bier: Es wird nicht gefiltert.