Ätherische Öle sind vielseitige Naturheilmittel mit einer jahrtausendealten Tradition. Schon im alten Ägypten wurden sie geschätzt. Als Experten für Aromatherapie zeigen wir Ihnen, worauf es beim Kauf ankommt, um beste Qualität zu erhalten.
Ätherische Öle entstehen aus pflanzlichen Bestandteilen. Pflanzen produzieren diese flüchtigen Öle in Drüsen, um sich vor Feinden zu schützen oder Bestäuber anzulocken.
Je nach Pflanze stammen sie aus Blättern (z. B. Zitronengras, Eukalyptus), Schalen (Zitrusfrüchte), Blüten (Jasmin, Rose, Lavendel), Wurzeln (Ingwer) oder Holz (Sandelholz, Zedernholz).
Die heilende Wirkung ätherischer Öle ist seit Langem bekannt. Ägypter nutzten kostbares Zedernöl als Heilöl oder zum Räuchern. Die Effekte reichen von entspannend und stimulierend bis beruhigend und ausgleichend. Sie eignen sich, um z. B.:
- Krämpfe und Schmerzen zu lindern,
- Entzündungen zu hemmen,
- die Konzentration zu steigern.
Die winzigen Wirkstoffe gelangen über Einatmen (via Nasensinneszellen), Schlucken (Magen-Darm-Trakt) oder Hautkontakt in den Blutkreislauf.
Über den Geruch wirken sie besonders stark: Duftmoleküle erreichen direkt über das limbische System das Großhirn und entfalten dort ihre Wirkung.
Kaufen: Hochwertige Öle finden Sie in Reformhäusern, Bioläden oder online bei Shop Apotheke, Flaconi, eBay oder Amazon – oft in Bio-Qualität.
Ätherische Öle: Naturrein, natürlich oder synthetisch?
Für optimale Wirkung wählen Sie immer reine, hochwertige Öle. Manche Hersteller strecken sie mit Zusätzen oder minderwertigen Ölen. Die Bezeichnung „ätherisches Öl“ allein sagt nichts über die Qualität aus. Entscheidend sind Angaben wie „naturrein“, „natürlich“, „synthetisch“ oder „naturidentisch“ auf dem Fläschchen.
Das bedeutet:
- Naturreines Öl: Höchste Qualität – 100 % aus einer Stammpflanze gewonnen, ohne Zusätze. Die natürliche Zusammensetzung bleibt erhalten. Ideal: Aus kontrolliert biologischem Anbau.
- Natürliches Öl: Mischung aus naturreinen Ölen verschiedener Pflanzen, ohne künstliche Zusätze.
- Naturidentisches Öl: Chemisch hergestellt, riecht ähnlich wie natürliche Varianten, chemische Zusammensetzung identisch.
- Synthetisches Öl: Vollständig laborchemisch, günstiger, geruchlich anders – oft als Duft- oder Parfümöle.
Weitere Qualitätsmerkmale ätherischer Öle
Diese Merkmale verraten Premiumqualität:
- Botanischer Name: Auf dem Etikett notiert – Zeichen für Seriosität.
- Herstellungsverfahren: Z. B. Wasserdampfdestillation oder Kaltpressung bei Zitrusölen.
- Nachhaltigkeit: Aus kontrolliert biologischem Anbau, z. B. Marken wie Primavera oder Farfalla.
Anwendungsgebiete ätherischer Öle
Ätherische Öle sind hochkonzentriert – nie pur anwenden, um Hautirritationen oder Atemwegsreizungen zu vermeiden. Immer verdünnen mit Wasser oder Trägerölen. Testen Sie Allergien: Tragen Sie eine verdünnte Probe auf die Haut auf und beobachten Sie 24 Stunden.
Hinweis: Nicht für Kinder unter 2 Jahren oder offene Wunden geeignet.
Mögliche Anwendungen:
- Aromatherapie: Mit Duftlampe oder Diffuser. Wenige Tropfen in Wasser – z. B. anregendes Fichtennadelöl oder konzentrierendes Salbeiöl.
- Inhalation: Bei Erkältungen: Tropfen in heißes Wasser, z. B. Kiefernnadel-, Pfefferminz-, Teebaum-, Eukalyptus-, Thymian- oder Zitronenöl (z. B. bei Avocadostore).
- Massage: Mit Trägerölen wie Mandel-, Jojoba- oder Weizenkeimöl – löst Verspannungen.
- Wickel: Bei Husten: Ingweröl (z. B. bei Avocadostore) in Trägeröl, Wickel auf Brust/Rücken.
- Badezusatz: Entspannend mit Melissenöl, Ingweröl, Kamillenöl oder Lavendelöl (z. B. bei Avocadostore).
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