Schüßler Salze werden oft als natürliche Hilfe beim Abnehmen empfohlen. Als Experten für Mineralstoffe erklären wir, was Sie über diese Salze wissen müssen und inwiefern sie Ihren Fettabbau unterstützen können.
Bei einer Diät purzeln die Pfunde nicht? Ein Mineralstoffmangel könnte den Grund sein – er bremst den Fettabbau aus. Mangel an Kalium, Natrium oder Phosphoricum lähmt den Stoffwechsel und begünstigt Heißhungerattacken. Schüßler Salze sollen das Gleichgewicht wiederherstellen und den Stoffwechsel ankurbeln. Wissenschaftlich ist diese Wirkung jedoch nicht bewiesen.
Empfohlene Schüßler Salze für den Abnehmeffekt
- Schüßler Salz Nr. 4: Kalium Chloratum wirkt entgiftend, unterstützt das Bindegewebe beim Abbau von Stoffwechselrückständen und regt die Drüsen an. Es fördert den Kreislauf, lindert Heißhunger und baut Giftstoffe ab.
- Schüßler Salz Nr. 9: Natrium Phosphoricum unterstützt den Stoffwechsel, entgiftet und gleicht Übersäuerung aus. Es senkt erhöhte Blutfettwerte.
- Schüßler Salz Nr. 10: Natrium Sulfuricum aktiviert den Fettstoffwechsel, stärkt die Verdauung und den Kreislauf. Es entgiftet Leber, Galle und Nieren.
Diese drei Salze werden kombiniert empfohlen, um Heißhunger zu mindern und den Stoffwechsel zu boosten.
So gelingt die Kur mit Schüßler Salzen
Schüßler Salze erhalten Sie in jeder Apotheke. In den ersten drei Tagen nehmen Sie die Tabletten sechsmal täglich ein, danach dreimal. Verfügbar als Tabletten, Globuli oder in warmem Wasser gelöst – immer 30 Minuten vor den Mahlzeiten.
Eine Kur dauert drei bis sechs Wochen, je nach Bedarf. Die Wirkung bleibt wissenschaftlich unbestätigt.
Schüßler Salze ergänzen, ersetzen aber keine Diät
Als natürliches Mittel balancieren Schüßler Salze den Mineralhaushalt aus. Viele berichten von Erfolgen, doch Belege für Abnehmhilfe fehlen. Sie unterstützen Ihre Diät, ersetzen sie jedoch nicht. Gesunde Ernährung und Bewegung sind essenziell.
Hintergrund: Die Welt der Schüßler Salze
Vor über 120 Jahren entwickelte Dr. Wilhelm Schüßler ein System mit zwölf Mineralsalzen. Er ging davon aus, dass Mineralstoffstörungen Krankheiten verursachen. Im Krankheitsfall bauen Zellen Mineralien ab – die Salze regen Organfunktionen an und fördern die Aufnahme. Sie sind nebenwirkungsfrei, ihre Wirksamkeit aber nicht wissenschaftlich belegt.