Leaky Gut, auch undichtes Darmsyndrom genannt, beschreibt einen Zustand, in dem die Darmschleimhaut durchlässig wird und Mikroben sowie andere Moleküle in den Blutkreislauf gelangen. Dies fördert schwere Erkrankungen wie Demenz, Krebs und Arthritis. Bisher fehlen wirksame Therapien, doch aktuelle Forschung mit "Mini-Därmen" im Labor eröffnet neue Perspektiven.
Mithilfe von Patientenzellen schufen Wissenschaftler ein präzises 3D-Modell des menschlichen Darms. Dies ermöglicht die Simulation von Leaky-Gut-Bedingungen und die Identifikation optimaler Behandlungsansätze.
Stammzellen aus Darmbiopsien der Patienten wurden im Labor gezüchtet. Sie formten Krypten – talartige Strukturen der Darmschleimhaut –, die als "Mini-Därme" bezeichnet werden.
Um Leaky Gut nachzustellen, setzten die Forscher die Mini-Darmschleimhaut Bakterien aus. So entdeckten sie einen betroffenen Signalweg mit der Schlüsselenzym AMPK.
Leaky Gut hängt eng mit systemischen Entzündungen zusammen, die viele Krankheiten antreiben. "Ich denke, Sie würden sich schwer tun, eine Krankheit zu finden, bei der systemische Entzündungen kein Treiber sind", erklärt die Studienautorin Soumita Das, Ph.D. "Deshalb begeistern uns das breite Potenzial dieses Modells für personalisierte Therapien, die auf AMPK und den Stress-Polaritäts-Signalweg abzielen."
Zukünftig wollen die Experten Leaky-Gut-assoziierte Krankheiten detailliert untersuchen. "Wir testen Strategien gegen Alterung, entzündliche Darmerkrankungen, Krebs und mehr, um den Ausbruch und Fortschritt zu bremsen", sagt Heather Buschman, Ph.D.
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