Es gibt unzählige Gründe, warum wir alle unseren Schlaf verbessern sollten. Eine neue Studie hebt jedoch besonders die enge Beziehung zwischen Schlafqualität und Ernährung bei Frauen hervor – ein Aspekt, der für Ihr Wohlbefinden von großer Bedeutung ist.
Forscher des Irving Medical Centers der Columbia University haben in einer Umfrage mit Frauen zwischen 20 und 75 Jahren festgestellt: Schlechter Schlaf geht mit einer gestörten Ernährung einher, wie frühere Untersuchungen bereits andeuteten.
Im Gegensatz zu früheren Studien, die nur die Schlafdauer betrachteten, analysierte diese Arbeit die Schlafqualität umfassend. Zudem wurde die gesamte Ernährung beleuchtet, nicht nur einzelne Nährstoffe.
Die Qualität wurde anhand von Schlafdauer, Einschlafzeiten und Schlaflosigkeit bewertet. Die Teilnehmerinnen berichteten detailliert über ihre Ernährungsgewohnheiten.
Ergebnis: Frauen mit starker Schlaflosigkeit nahmen mehr Nahrung und weniger ungesättigte Fette zu sich. Schwierigkeiten beim Einschlafen korrelierten mit höherer Kalorienaufnahme.
„Schlechte Schlafqualität kann durch Stimulierung von Hungersignalen oder Unterdrückung von Sättigungssignalen zu übermäßiger Nahrungs- und Kalorienaufnahme führen“, erklärt Faris Zuraikat, Ph.D., Postdoktorand an der Columbia University.
Schlechte Ernährung begünstigt chronische Erkrankungen wie Adipositas, Typ-2-Diabetes und Herzkrankheiten. Auch Schlafmangel wird damit in Verbindung gebracht – die Studie deutet auf einen kausalen Zusammenhang hin, bei dem Ernährung eine Schlüsselrolle spielen könnte.
Warum Frauen besonders betroffen sind? „Frauen leiden lebenslang häufiger unter Schlafstörungen, etwa durch familiäre Pflegepflichten oder hormonelle Veränderungen in der Menopause“, sagt Brooke Aggarwal, EdD, Assistenzprofessorin für medizinische Wissenschaften an der Columbia University und leitende Autorin der Studie.
Dieser Zusammenhang kann einen Teufelskreis bilden: „Schlechte Ernährung verschlechtert den Schlaf ebenfalls, z. B. durch Verdauungsbeschwerden, die Einschlafen oder Durchschlafen erschweren“, ergänzt Zuraikat.
Brechen Sie den Kreislauf: Optimieren Sie Ihren Schlaf durch Lebensstiländerungen – Ihre Ernährung wird folgen.