Ihre Nase läuft ständig, ist häufig verstopft und Ihr Geruchssinn lässt nach? Diese Anzeichen deuten auf einen chronischen Dauerschnupfen hin. Als erfahrene HNO-Fachärzte kennen wir die vielfältigen Ursachen und empfehlen eine professionelle Abklärung und Behandlung.
Symptome von Dauerschnupfen
Chronischer Dauerschnupfen ähneln einem normalen Schnupfen: Die Nase läuft dauerhaft oder ist verstopft, das Atmen fällt schwer und der Geruchssinn schwächt sich ab. Wir sprechen von Dauerschnupfen, wenn die Beschwerden länger als drei Monate anhalten.
Zusätzliche Symptome, die auftreten können:
- schleimiges, verfärbtes Nasensekret
- gereizter, schmerzender Rachen
- Heiserkeit
- Kopf- und Gesichtsschmerzen
- wiederkehrende Infekte
- allgemeine Erschöpfung
Ursachen von Dauerschnupfen
Häufig liegt ein Dauerschnupfen an einer chronischen Entzündung der Nasennebenhöhlen. Mögliche Auslöser sind:
- Anatomische Engstellen, etwa durch eine krumme Nasenscheidewand, die den Sekretabfluss behindern und Entzündungen fördern.
- Nasenpolypen als Schleimhautwucherungen, die Nase und Nebenhöhlen verstopfen.
- Reizungen durch Umweltgifte wie Zigarettenrauch, Lack- oder Lösemitteldämpfe.
- Allergien, insbesondere Heuschnupfen, das die Schleimhaut reizt und entzündet.
- Fremdkörper, die die Schleimhaut verletzen und anschwellen lassen.
- Häufige Erkältungen, die die Nasenschleimhaut reizen.
- Medikamente mit Nebenwirkungen – prüfen Sie die Packungsbeilage.
Dauerschnupfen kann auch Begleitsymptom anderer Erkrankungen wie Tuberkulose, Syphilis oder Pilzinfektionen sein.
Bei anhaltendem Schnupfen länger als eine Woche oder wiederkehrenden Episoden Arztbesuch einplanen. Bei Babys sofort am ersten Tag, bei Kindern nach fünf Tagen oder bei Fieber über 39,5 °C.
Dauerschnupfen in der Schwangerschaft
Etwa 20 Prozent der Schwangeren erleben Schwangerschaftsrhinitis mit typischen Schnupfensymptomen, oft plus Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Im Extremfall droht Sauerstoffmangel für das Kind.
Unbedingt Arzt konsultieren für geeignete Nasenpflaster oder -tropfen. Achtung: Abschwellende Nasensprays nur nach Rücksprache – viele sind für Schwangere ungeeignet.
Ärztliche Diagnose und Behandlung von Dauerschnupfen
Die Behandlung startet mit Anamnese und Nasenspiegelung per Endoskop, um Reizungen, Polypen oder Fremdkörper zu erkennen. Bei Bedarf folgen Allergietest oder Ultraschall.
Therapieoptionen:
- Konservative Behandlung: Nasenspülung mit Kochsalzlösung zur Reinigung, gefolgt von speziellen Sprays. Bei Unerfolg CT zur Entzündungsausdehnung.
- Minimalinvasive Operation: Entfernung kranker Schleimhaut durch die Nase, Heilung in 2–4 Wochen.
Achtung: Langfristiger Einsatz abschwellender Nasensprays vermeiden – führt zu Abhängigkeit und behebt keine Ursache. Maximal wenige Tage.
Symptome von Dauerschnupfen lindern
Neben ärztlicher Therapie helfen diese bewährten Maßnahmen:
- Nasenspülung mit Salzwasser (Nasendusche aus der Apotheke).
- Frische Luft und Luftfeuchtigkeit erhöhen, besonders im Winter.
- Inhalationen mit Kamille, Salbei oder Dampfbad zur Schleimlösung.
- Scharfes Essen löst Schleim.
- Kopf beim Schlafen erhöhen für besseren Abfluss.
Stärken Sie Ihr Immunsystem durch Schlaf, Flüssigkeitsaufnahme und Hygiene.